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Panorama Zeitungsanzeige – 30.000 Euro Finderlohn für Tasche
Nachrichten Panorama Zeitungsanzeige – 30.000 Euro Finderlohn für Tasche
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18:08 10.11.2017
Tatort Hauptbahnhof: In einem Sushi-Restaurant verschwand eine wertvolle Tasche. Der Besitzer scheut keine Wiederbeschaffungskosten. Quelle: dapd
Berlin/Hannover

Klingt irgendwie nach dem Auftakt eines Romans von Krimiautorin Patricia Highsmith. In einer ganzseitigen Anzeige in der „Bild“-Zeitung hat ein Unbekannter am Freitag 30.000 Euro Belohnung für die Rückgabe einer verlorenen Aktentasche ausgesetzt. Betont wurde, die Tasche müsse „inklusive des kompletten Inhalts“ wiederbeschafft werden. Was das sein könnte? Diamanten, Vertragspapiere, Erpresserfotos, Drogen, irgendein Gegenstand von unersetzlichem, ideellen Wert? Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, der anonyme Annoncier verrät’s nicht, deutet auch nichts an.

Mit einer ganzseitigen Anzeige in der Berlin-Brandenburger Regionalausgabe der Bild-Zeitung wirbt ein Unbekannter um die Rückgabe seiner Tasche. Quelle: RND-Screenshot/Bild

War der Finder am Ende kein ehrlicher?

Einige wichtige Anhaltspunkte gibt es aber doch: Graues Wildleder, italienische Edelmarke, verloren oder sonst wie verschwunden am 4. November in einem Sushi-Restaurant am Berliner Hauptbahnhof. Man kann per E-Mail Kontakt zum Eigentümer aufnehmen. Alles schön geheimnisvoll. Auf Anfrage bestätigte die Bundespolizei, dass es am 4. November eine Anzeige wegen Diebstahls einer Tasche bei der Polizei im Hauptbahnhof gegeben habe. War der Finder am Ende gar kein ehrlicher?

Enorme Kosten für die Wiederbeschaffung

Die „Bild“-Zeitung informiert nur kurz und knapp. Man gehe davon aus, dass es sich um eine private Anzeige handelt, war zu hören. Eine ganzseitige Anzeige in der Berliner Ausgabe kostet knapp 24.000 Euro. Mit dem „Lösegeld“ wären das schon 54.000 Euro Kosten für die Wiederbeschaffung.

In einem Thriller von Patricia Highsmith würde der Finder natürlich in die Tasche reinschauen und etwas vorfinden, das ihn dazu bewegt, die Tasche zu behalten. Der Mensch mit der Anzeige würde ihm auf die Schliche kommen. Schlimme Dinge würden passieren.

In der Wirklichkeit sind die Dinge aber profaner: Wie die Bild-Zeitung auflöste, steckt hinter der Annonce eine 61-jährige Wirtschaftsprofessorin aus Nordrhein-Westfalen. Sie war mit ihrem Mann auf einer Gala in Berlin und trug zu dem festlichen Anlass den Familienschmuck. Der wurde ihr mitsamt der Tasche am Berliner Hauptbahnhof gestohlen. Nun bietet sie dem Dieb 30.000 Euro – mehr als er, so zitiert die Zeitung die Frau, je von einem Hehler dafür kriegen würde.

Von RND/big

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