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Panorama Wohnungsbrand: Ehemann und Sohn können Frau nicht retten
Nachrichten Panorama Wohnungsbrand: Ehemann und Sohn können Frau nicht retten
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15:30 17.07.2018
Bei einem Wohnungsbrand in Scharbeutz wurde eine Frau durch Verbrennungen schwer verletzt. Sie starb später in einer Klinik. Quelle: Jappe
Scharbeutz

Der Alarm erreichte die Feuerwehr um 16.20 Uhr. In einer Wohnung in Scharbeutz (Schleswig-Holstein) war ein Feuer ausgebrochen. Eine 60-jährige Frau war in einem brennenden Zimmer gefangen. Nach Polizeiangaben versuchten ihr 62-jähriger Ehemann und ihr 36-jähriger Sohn die wegen einer Krankheit bewegungsunfähige Frau ins Freie zu holen. Vergebens. Beide erlitten Rauchgasvergiftungen.

Sie seien nach dem Rettungsversuch „schwarz vor Ruß“ gewesen, sagte ein Augenzeuge. Auch ein Polizeibeamter versuchte noch vor Eintreffen der Feuerwehr, bis zu der Frau vorzudringen, musste aber zurückweichen und erlitt ebenfalls eine Rauchgasvergiftung. Erst Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten konnten zu der Schwerverletzten vorrücken.

Menschenrettung und Löscharbeiten liefen parallel

Der Einsatzleiter, der Scharbeutzer Ortswehrführer Sebastian Levgrün, erläuterte, dass er einen Vierertrupp in die Wohnung geschickt habe. Menschenrettung und Löscharbeiten seien parallel gelaufen. Im Zimmer habe die Couch mit der darauf sitzenden Frau in Flammen gestanden. Ein Rollstuhl stand im Zimmer. Die zur Rettung eingesetzten Feuerwehrleute hätten zunächst die Flammen grob niedergeschlagen und die Frau dann ins Freie geholt.

60-Jährige starb im Krankenhaus

Dass die 60-Jährige so lange dem Feuer ausgesetzt war, hatte dramatische Folgen. Die Scharbeutzerin erlitt so schwere und großflächige Brandverletzungen, dass sie im Krankenhaus starb. Der Ehemann, der Sohn und der verletzte Polizeibeamte wurden nach Neustadt ins Krankenhaus gebracht und dort behandelt. Der Beamte, teilte Polizeisprecher Dirk Asmussen mit, ist mittlerweile wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden, aber weiter dienstunfähig.

Polizist hätte auf Feuerwehr warten müssen

Grundsätzlich, erläuterte Asmussen weiter, seien Polizeibeamte gehalten, in solchen Situationen auf die Feuerwehr zu warten. In diesem Fall habe die Dramatik der Situation aber dazu geführt, dass der Polizeibeamte sofort einen Rettungsversuch unternommen habe. Wohlweislich sei er aber nur so weit vorgedrungen, dass er sich selbst nicht in allzu große Gefahr begeben habe. Der Mann hatte mit einem nassen Tuch vor Mund und Nase versucht, sich vor dem Rauch zu schützen.

Die Löscharbeiten des auf ein Zimmer beschränkten Brandes waren für die Feuerwehr kein Problem und innerhalb von zehn Minuten erledigt. Anschließend wurde das Gebäude belüftet. Im Einsatz waren die Ortswehr Scharbeutz mit 30 Einsatzkräften, außerdem der Rettungsdienst mit einem Großaufgebot von fünf Rettungswagen, einem Rettungshubschrauber, zwei Notärzten und einem Leitenden Notarzt vor Ort.

Seelsorger kümmerte sich um Ersthelfer

Ein Seelsorger musste ebenfalls alarmiert werden, um sich um die Ersthelfer und die Einsatzkräfte zu kümmern. Die Straße Fuchsberg war während des Einsatzes voll gesperrt.

Warum das Feuer ausbrach und wie hoch die Schadenssumme ist, darüber gibt es noch keine Angaben. Die Kriminalpolizei Eutin hat den Brandort versiegelt und die Ermittlungen aufgenommen.

Von A. Jappe, S. Peyronnet/LN/RND

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