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Panorama Wenn der Ballermann durch Deutschland tourt
Nachrichten Panorama Wenn der Ballermann durch Deutschland tourt
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19:18 09.06.2018
Schlagerstar Michelle während ihres Auftritts bei Oberhausen Olé. Quelle: Lena Obschinsky/RND
Oberhausen

Zehn Stunden lang feiern hier am Sonnabend mehr als 30.000 Musik-Fans auf dem Freigelände neben Oberhausens Wahrzeichen, dem Gasometer. Bei Mallorca-ähnlichen Temperaturen um die 27 Grad folgt ein Star der Schlagerbranche auf den nächsten: Jürgen Drews, Michael Wendler und Michelle sind nur ein Teil der vielen Künstler.

Für die meisten Gäste beginnt die Party aber schon auf dem Weg dahin. So gut wie niemand fährt mit dem Auto – Busse und Bahnen auf dem Weg nach Oberhausen sind voll mit bunt gekleideten Menschen mit Bierdosen in der Hand. Nüchtern ist dort bereits kaum noch jemand. Wer nicht textsicher Andreas Gabaliers „Hulapalu“ und Helen Fischers „Atemlos“ mitsingen kann, fällt auf.

Die Party beginnt schon auf dem Weg: Besucher bei der Anreise zu „Oberhausen Olé Quelle: Lena Obschinsky/RND

Olé-Partys – eine Schlagerkarawane durch Deutschland

Die Olé-Partys haben immerhin mittlerweile schon Tradition. Die Erste gab es vor elf Jahren in Olpe, mittlerweile tourt die Partyreihe quer durch Deutschland – dieses Jahr gibt es neun Stationen mit mehr als 200.000 erwarteten Zuschauern. Darunter Orte wie Hamburg, Bremen und Halle. Die größte Party Deutschlands findet allerdings auf Schalke statt – dort sollen 40.000 mitfeiern. Auch andere Veranstalter haben das große Zielpublikum erkannt: Vor dem Eingang werden bereits Flyer für weitere Schlager-Events verteilt.

Die Freundinnen Anna (23) und Julia (23) waren schon auf dem Gelände in Oberhausen, als es um 12.45 Uhr mit der Band „Neon“ los ging. „Wir kennen die zwar nicht, aber wir wollen auf jeden Fall das ganze Programm mitnehmen. Und hier vorne ist wenigstens niemand so betrunken. Denn wer viel trinkt und auf Toilette muss, kommt später nicht mehr in die erste Reihe.“

Der VIP-Parkplatz – beste Chancen für Selfie-Motive mit den Stars. Quelle: Lena Obschinsky/RND

Warten auf die Selfie-Chance mit den Stars

Der Platz ist nicht unwichtig: Wer vorne nah am VIP-Parkplatz steht, kann nämlich nicht nur einen Blick auf die schwarzen Limousinen werfen, mit denen die Künstler hergebracht werden, sondern auch das ein oder andere Selfie machen. Die beliebtesten und geduldigsten Motive: Oli P. und Jürgen Drews. Drews hatte seinen Auftritt bereits um kurz nach 13 Uhr, ist 2,5 Stunden später aber immer noch auf dem Gelände. „Die Stimmung ist einfach einmalig, so etwas motiviert mich total. Wenn ich sehe, wie viele Menschen hier meine Songs mitsingen, bin ich glücklich.“ Eine ruhige Minute hat der Sänger selbst im VIP-Zelt nicht, auch dort bitten ihn die Gäste um ein Foto. Kollege Mickie Krause ließ sich darauf erst gar nicht ein, nahm direkt nach seinem Auftritt einen Seitenausgang und ignorierte die Rufe der Wartenden. Zum Glück verzeiht das Publikum viel und bejubelt fast alles: so lange der Künstler nur eingängige Songs zum Mitsingen liefert.

Begehrt bei Selfie- und Autogramm-Jägern: Oli P. (M.) Quelle: Lena Obschinsky/RND

Neu-Ami Michael Wendler genießt das gute Essen in Deutschland

Die weiteste Rückreise hatte übrigens Michael Wendler, der mittlerweile seit fast zwei Jahren in Cape Coral in Florida lebt. Der gebürtige Dinslakener ließ sich nicht per Shuttle hinter die Bühne fahren, sondern spazierte zu Fuß in den Backstage-Bereich. „Oberhausen ist für mich natürlich ein Heimspiel“, erzählte er. „Und wettertechnisch musste ich mich heute kaum umgewöhnen. Ich genieße die Zeit in Deutschland, weil ich ja nur noch drei Monate im Jahr hier bin, um Konzerte zu geben. Am meisten freue ich mich immer auf das gute Essen – und die deutschen Fans.“

Die Idee zu der Veranstaltungsreihe entstand übrigens aus einer Notsituation, erzählt Veranstalter Markus Krampe: „Ich war damals fast pleite. Mit meinem letzten Geld hab ich die erste Party organisiert und gehofft, dass 5000 Leute kommen. Am Ende kamen 14.000 – und das Ganze nahm seinen Lauf“. Nach 10 Stunden Party-Marathon bleiben Veranstalter und Künstler nicht viel Zeit zum Erholen: schon am 16. Juni steigt die nächste Olé-Party in Hamburg.

Von Lena Obschinsky/RND

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