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Überschwemmungen

Lage in Osnabrück entspannt sich - dennoch keine Entwarnung

Nach dem heftigen Dauerregen in Teilen Deutschlands sind die Einsatzkräfte vielerorts mit Aufräumarbeiten beschäftigt. In vielen Regionen entspannte sich die Lage, vereinzelt blieb die Situation jedoch ernst. Im Münsterland drohten auch in der Nacht noch Überschwemmungen, im Raum Osnabrück gab es ebenfalls vorerst keine Entwarnung.
Trotz der Entspannung geben die Behörden für den Kreis Osnabrücke noch keine Entwarnung.

Trotz der Entspannung geben die Behörden für den Kreis Osnabrücke noch keine Entwarnung.

© dpa

Seit Donnerstag hatte „Cathleen“ es in Teilen Deutschlands fast ununterbrochen regnen lassen. Viele Hausbesitzer kämpften mit vollgelaufenen Kellern. Züge wurden wegen überschwemmter Gleise umgeleitet, im Raum Osnabrück fiel die Schule aus. Dort ging auch zeitweise auf den Autobahnen nichts mehr.

Ein heftiges Gewitter über Frankfurt führte am Freitag zu zahlreichen Flugausfällen. Bis Mitternacht mussten 22 Flüge zu innereuropäischen Zielen gestrichen werden, wie die Betreibergesellschaft Fraport mitteilte. Zahlreiche Flüge waren den Angaben zufolge zudem verspätet. Das Gewitter tobte zwischen 15.00 und 15.45 Uhr rund um den Flughafen, wie eine Sprecherin berichtete.

Im westfälischen Kreis Steinfurt, der am Freitag wie die Stadt Osnabrück zeitweise Katastrophenalarm ausgerufen hatte, beruhigte sich die Situation am frühen Samstagmorgen nach Angaben eines Feuerwehr-Sprechers. „Die Aufräumarbeiten werden aber morgen noch weitergehen“, sagte er.

Bei Borken im westlichen Münsterland stieg der Pegel der Dinkel in der Nacht weiter an. Die Feuerwehr verlegte Sandsäcke, um eine Überflutung des Stadtgebiets zu verhindern. In Ahaus fiel ab 20.00 Uhr der Strom aus, es wurden Notunterkünfte in einem Schulzentrum eingerichtet.

Am Abend sagte ein Stabssprecher des Landkreises Osnabrück, es gebe in vielen Bereichen „erste Ansätze von Entspannung“. Von Entwarnung war allerdings auch am frühen Morgen noch keine Rede. Der Krisenstab sollte ab 4.30 Uhr über weitere Maßnahmen entscheiden. Die Einsatzkräfte beobachten vor allem die Pegel der Flüsse Hase und der Hunte.

In Westfalen und Südniedersachsen hatten sich viele Wiesen und Äcker in Seenlandschaften verwandelt. Das Unwetter bescherte Nordrhein-Westfalen einen Regenrekord. Laut Meteomedia fiel im Münsterland innerhalb eines Tages dreimal soviel Regen wie sonst in einem ganzen Monat.

Nach ersten Erkenntnissen verlief das Unwetter in Hessen vergleichsweise glimpflich. Vor allem im Landkreis Fulda mussten die Feuerwehren ausrücken und Keller leer pumpen. „Es war nichts Gravierendes. Einige Kreisstraßen wurden von Matsch und Schlamm überflutet“, sagte ein Polizeisprecher. Auf den Autobahnen 7 und 66 kam es zu mehreren Unfällen auf der regennassen Straße, es blieb aber bei Blechschäden.

Starker Regen sorgte auch in Darmstadt und Umgebung für etwa 20 vollgelaufene Keller und Garagen.

Am späten Freitagabend hob der Deutsche Wetterdienst für Bayern die letzte Unwetterwarnung in Deutschland auf.

dpa


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