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Häuser nach Erdrutsch im Harzvorland in See gerissen

Sachsen-Anhalt Häuser nach Erdrutsch im Harzvorland in See gerissen

In der Gemeinde Nachterstedt im Harzvorland sind am Sonnabendmorgen bei einem Erdrutsch zwei Häuser in einen See gerissen worden. Nach Angaben einer Sprecherin des Salzlandkreises werden drei Menschen vermisst.

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In Nachterstedt sind am Sonnabendmorgen bei einem Erdrutsch zwei Häuser in einen See gerissen worden.

Quelle: Ronny Hartmann/ddp

„Das Ausmaß der Katastrophe ist unvorstellbar“, sagte die Sprecherin. Ihr zufolge verschwand ein riesiges Areal von 350 mal 150 Meter im Concordia See, einem gefluteten Tagebau. Die Unglücksursache war zunächst unklar.

Ein Doppelhaus, in dem zwei Ehepaare leben, sei komplett versunken, sagte die Sprecherin. Zwei Männer und eine Frau würden vermisst. Ein weiteres Mehrfamilienhaus sei zur Hälfte weggerissen. Die betroffenen Bewohner seien im Urlaub.

Offenbar wurden die Menschen von dem Unglück im Schlaf überrascht. Ob es Hoffnung auf Überlebende gebe, sei noch „reine Spekulation“, sagte die Sprecherin. Etwa 150 Feuerwehrleute und Rettungskräfte seien im Einsatz.

Der Notruf war um 5.40 Uhr bei der Feuerwehr eingegangen. In der Nacht hatte es heftige Regenfälle gegeben. Ein Zusammenhang sei aber eher unwahrscheinlich. Die Suche nach der Unglücksursache könne vorerst nicht beginnen, hieß es.

Nach Angaben von Wirtschaftsstaatssekretär Detlef Schubert wurden die Rettungsarbeiten durch die Gefahr weiterer Abstürze erschwert. Zunächst wurde mit einem Hubschrauber über dem Gelände nach Vermissten gesucht und die Lage sondiert.

Insgesamt wurden 64 Menschen im Umkreis evakuiert, 40 konnten wieder in ihre Häuser zurückkehren. Das ehemalige Tagebaugebiet rund um den Concordia See ist eine beliebte Urlaubsregion mit vielen Ferienhäusern. Auch ein Aussichtspunkt wurde weggeschwemmt.

ddp

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