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Ein Präsident mit Rhythmus im Blut

Best of Obama Ein Präsident mit Rhythmus im Blut

Eigentlich lag Country im Weißen Haus immer hoch im Kurs: Ronald Reagan mochte es, die Bush-Präsidenten ebenso. Der scheidende Präsident Barack Obama hört lieber R&B oder Rap. Auch Stevie Wonder, Bob Dylan und Miles Davis gehören zu seinen Favoriten.

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Der Präsident und die kleinen Späße

US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle haben sichtlich Freude am Tanzen.
 

Quelle: Pete Souza/ White House

Washington.  In einem Interview mit dem Musikmagazin „ Rolling Stone“ sagte US-Präsident Barack Obama einmal, dass Musik für ihn immer eine Quelle der Freude sei und sie ihm in schwierigen Zeiten auch Trost spende. Solche Aussagen haben ihn nah an den normalen Bürger herangebracht. Sie stellten einen Bezug her zum mächtigsten Mann der Welt. Seine Nahbarkeit machte ihn zu einem der beliebtesten Präsidenten – vor allem außerhalb der USA.

Dieser engere Bezug ist es, aus dem sich viel von der kulturellen Anziehungskraft der Obamas speist. Weil der mächtigste Mann der Welt den Rapper Kendrick Lamar zitieren kann, erntet er Kommentare wie diesen: „Der Präsident der Vereinigten Staaten hört Musik, die ich auf meinem iPod habe. Die First Lady und ich hatten dieses Jahr den gleichen Lieblingssong! Diesen Satz werde ich voraussichtlich nie mehr im Leben sagen können.“

Wie er singt

Dass Barack Obama nicht nur die Musik auf seinem iPod liebt, sondern auch selbst musikalisch ist, beweist er immer wieder. Im Jahr 2015 stimmte er anlässlich der Trauerfeier nach dem Kirchen-Attentat in Charleston „Amazing Grace“ an und sprach den Trauernden damit aus der Seele. Sie sangen gemeinsam mit ihm und Obama mit ihnen. Wenn er nicht die richtigen Worte parat hat, dann sicher den richtigen Song.

2012 sang er auf einer Spendengala in New York zum Beispiel den Soul-Klassiker von Al Green „Let´s Stay Together“.

Unvergessen bleibt sein Auftritt bei „In Performance at The White House“, eine Show, in der amerikanische Musiker und solche aus aller Welt im Weißen Haus singen. Seit 1978 zeigen die Künstler im berühmtesten Haus der Nation, was sie können. So auch Obama, als er die Musiklegenden BB King, Buddy Guy und Mick Jagger zu Gast hatte, bei seiner letzten „In Performance“-Show als Präsident. Während er sich für den Auftritt bedankt, stimmt die Band „Sweet Home Chicago“ an, eine Hommage an die Heimatstadt der Obamas – und Obama singt.

Gefallen findet der US-Präsident aber auch an den Größen der heutigen Zeit. Er liebe „The Black Keys“ und die Rapper von Outkast, wie er bei Twitter verriet und beim Streaming-Anbieter „Spotify“ zeigt: Dort veröffentlicht Obama regelmäßig seine präsidiale Playlist. Zu seinen Favoriten gehören auch Musiker wie Bruce Springsteen, Jay Z und Beyoncé.

Dass er ein enger Freund von Rapper Kanye West sei, bestritt Obama zuletzt in der US-Late-Nightshow „Jimmy Kimmel Live“: „Ich traf Kanye West zweimal. Beim ersten Mal war ich noch Senator und wir trafen uns mit seiner Mutter. Er wurde gerade immer bekannter und er kam aus Chicago. Er sprach sehr weich und graziös. Das zweite Mal sah ich ihn dann vor gerade sechs Monaten, wo wir auf einer Veranstaltung aufeinander trafen. Ich liebe seine Musik und er ist unglaublich kreativ, aber das heißt nicht, dass ich deshalb seine Festnetznummer besitze.“

Und wie sie tanzen

Zur Musik wird im Hause Obama aber nicht nur gesungen. Auch das Tanzen scheint eine echte Leidenschaft zu sein. Wann immer es möglich und passend ist, lassen die Obamas ihre Hüften Kreisen. Ob bei einem Treffen mit „Star-Wars-Stormtroopern“ vor dem Karmin im Weißen Haus oder an Halloween mit den vielen Kindern zu Michael Jacksons „Thriller“.

Weltberühmt sind aber vor allem die Antrittstänze von Präsident Obama und seiner First Lady Michelle. Im Ballsaal im Kongress in Washington tanzte das Paar in die Amtszeiten Baracks – Wange an Wange.

Von RND/Fabian Wenck/dpa

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