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Bayern

Doppeldecker bei Flugschau in Zuschauermenge gerast

Bei einer Flugschau bei Schnaittach in Bayern ist am Sonntag ein Kleinflugzeug in die Zuschauermenge gerast. Der Unfall hat ein Todesopfer gefordert, mehrere Menschen sind verletzt worden.
Bei einer Flugschau in Bayern ist am Sonntag ein Kleinflugzeug in die Zuschauer gerast.

Bei einer Flugschau in Bayern ist am Sonntag ein Kleinflugzeug in die Zuschauer gerast.

© dpa

Ein Doppeldecker ist bei einer Flugschau in der Nähe von Nürnberg in die Zuschauermenge gerast und hat eine Frau getötet. Etwa 20 Menschen wurden bei dem Unglück am Sonntag in der Nähe von Schnaittach-Lillinghof verletzt, fünf davon schwer. Zu Zwischenfällen kam es am Wochenende auch bei Flugtagen im bayerischen Füssen und im hessischen Langenselbold. In Füssen starb eine Drachenfliegerin, nachdem sie auf einen geparktes Segelflugzeug stürzte.

Augenzeugen des schweren Unfalls in Lillinghof berichteten, die getötete Zuschauerin sei in den Propeller des Doppeldeckers geraten. Der Pilot der Unglücksmaschine blieb nach Angaben von Polizeipressesprecher Robert Sandmann dagegen unverletzt. Der Unfallort liegt rund 25 Kilometer nordöstlich von Nürnberg.

Das Flugzeug war der Polizei zufolge beim Start zu einem Formationsflug nach rechts ausgebrochen und in die Zuschauermenge gerast. „Wir waren gerade beim Kaffeetrinken, als auf einmal Tische und Bänke durch die Luft flogen - und auf ein Mal hatten wir den Propeller der Maschine vor uns“, sagte ein Augenzeuge. Die Maschine kam 20 Meter vor dem Kontrollturm zum Stehen und kippte dort auf die Nase.

Warum das Flugzeug beim Start plötzlich ausbrach, war zunächst unklar. Mehrere Augenzeugen berichteten übereinstimmend, die Maschine habe anscheinend nicht ausreichend Tempo gehabt, um abzuheben. „Der Pilot hatte wohl die Kontrolle über sein Flugzeug verloren“, sagte ein Beamter in der Nürnberger Polizeieinsatzzentrale.

Noch Stunden später war das havarierte Flugzeug von Neugierigen umringt. Herumstehende Bierbänke und ein Schankwagen erinnerten an den Volksfestcharakter der Flugschau auf dem Segelflughafen am Fuß der Frankenalb. Die Veranstaltung wurde nach dem Unglück sofort abgebrochen.

Der Doppeldecker - ein Original-Oldtimer vom Typ Tiger Moth - war bei dem vom Segelclub Lauf veranstalteten Flugtag eine der Hauptattraktionen. Zum Programm gehörten auch Segelkunstflug, Fallschirmformations-Sprünge sowie Rundflüge mit Hauschraubern. Die Veranstalter selbst lehnten Angaben zu dem Unglück zunächst ab und verwiesen auf die Polizei.

Zum Unglück beim Flugtag im bayerischen Füssen teilte die Polizei in Kempten mit, eine 50 Jahre alte Drachenfliegerin habe am Samstag in der Startphase einen Fehler gemacht und sei dann in die Tiefe gestürzt. Am Boden prallte sie auf ein geparktes Segelflugzeug. Die Schwerverletzte wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Unfallklnik geflogen. Dort starb sie in der Nacht zum Sonntag.

Glimpflich ging dagegen ein Unfall bei einem Flugtag im hessischen Langenselbold aus: Am Sonntag war ein Kleinflugzeug beim Anlassen am Boden außer Kontrolle geraten. Die führerlose Maschine rollte über den Rasen und blieb schließlich in einer Hecke stecken, teilte die Polizei in Offenbach mit. Verletzt wurde niemand. Der Pilot habe vor der Maschine stehend den Propeller gestartet, als sich das Flugzeug in Bewegung setzte.

dpa


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