Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Der Präsident, den die Kinder lieben

Best of Obama Der Präsident, den die Kinder lieben

Barack Obama tritt im Januar als 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ab. In den vergangenen acht Jahren hat Obama neben vielen anderen vor allem die Kleinsten begeistert – und sie ihn. Nur der Gedanke an einen Abschied von seiner Tochter treibt dem noch mächtigsten Mann der Welt die Tränen in die Augen.

Washington, Weißes Haus 38.897676 -77.03653
Google Map of 38.897676,-77.03653
Washington, Weißes Haus Mehr Infos

Schick sieht er aus, der junge Mann. Nur die Krawatte muss ihm Präsident Obama noch einmal richten.
 

Quelle: Pete Souza/ White House

Washington.  Es war eine liebgewonnene Tradition für das Präsidentenpaar: Barack Obama (55) hat zum letzten Mal als US-Präsident Halloween im Weißen Haus gefeiert.

Im Garten verteilte er zusammen mit First Lady Michelle Süßigkeiten an verkleidete Schüler aus der Region und an Kinder von Militärs. Die Kleinen kamen verkleidet als Superhelden, Flugzeuge, Boxer und Tiere. Mehrere Jungen kamen zur Belustigung des Präsidenten auch als Barack Obama.

Dieses Bild geht um die Welt

Dieses Bild geht um die Welt: Barack Obama post mit einem kleinen „Superman“ im Weißen Haus. Der kleine Held war Gast auf der letzten Halloween-Party, die die Obamas veranstaltet haben.

Quelle: Pete Souza/ White House

Rund 4000 Gäste waren im fantasievoll hergerichteten Weißen Haus erwartet worden: Unter dem Motto „Eine Märchenbuch-Reise“ war der Amtssitz geschmückt mit Figuren und Motiven aus Märchen wie „Peter Pan“, „Alice im Wunderland“ und „Der Zauberer von Oz“.

„White House Science Fair“

Wie wichtig Barack Obama die Förderung der Kinder und Jugendlichen der USA war, bewies er mit der „White House Science Fair“ – eine Messe für junge Erfinder, die er 2010 ins Leben rief. Seitdem findet diese regelmäßig im Weißen Haus statt.

Der Präsident nimmt sich zu jeder Messe die Zeit, sich die Ideen von den kleinen und größeren Entwicklern vorführen zu lassen. Dabei erwacht in ihm eine kindliche Freude – und der Motivator Obama. Er zeigt den Entwicklern seine Begeisterung für ihre Leistung, fragt nach und hört zu.

„Nestflucht“ treibt Obama Tränen in die Augen

Seinen eigenen Töchtern Sasha (15) und Malia (18) steht Barack Obama sehr nah. Wann immer der Familienvater es schafft, isst er mit ihnen und seiner Frau Michelle um 18.30 Uhr zu Abend. Ein Ritual, für das der Präsident auch gerne Termine verschieben lässt.

Bei dem Gedanken, dass seine Töchter irgendwann ausziehen könnten, „Nestflucht betreiben“, wie Obama es so gerne nennt, wird er schwach. Bei einem Gebetsfrühstück in Washington gab er zu, manchmal mitten am Tag anzufangen zu weinen, wenn er sich ein Leben ohne die beiden im eigenen Haus vorstellt.

Bei der 18-Jährigen Malia dürfte es bald soweit sein. Gerade hat sie die Schule abgeschlossen und wird ab Herbst 2017 die Universität besuchen. In dem Jahr, das nun vor ihr liegt, nimmt sie sich erst einmal „eine Auszeit“, bestätigt der scheidende Präsident.

Die 15-Jährige Sasha muss ihren Eltern dann spätestens ab Herbst 2017 viel Trost schenken. Sie wird noch ein Weilchen im Hause Obama wohnen bleiben.

Von RND/Fabian Wenck/dpa