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Frauenrechtlerin

Alice Schwarzer für „Bild“ beim Kachelmann-Prozess

Im Gerichtssaal mit dabei: Frauenrechtlerin Alice Schwarzer wird nach eigenen Angaben am Montag beim Prozess gegen TV-Wettermann Jörg Kachelmann für die "Bild"-Zeitung dabei sein.
„Ich werde in Mannheim dabei sein und einige der Verhandlungen im Saal 1 des Landgerichtes mitverfolgen": Alice Schwarzer.

„Ich werde in Mannheim dabei sein und einige der Verhandlungen im Saal 1 des Landgerichtes mitverfolgen": Alice Schwarzer.

© dpa

Frauenrechtlerin Alice Schwarzer wird nach eigenen Angaben den Prozess gegen Fernsehmoderator Jörg Kachelmann wöchentlich für die „Bild“-Zeitung kommentieren. „Ich werde in Mannheim dabei sein und einige der Verhandlungen im Saal 1 des Landgerichtes mitverfolgen. Denn manchmal muss man etwas selber erleben und darf sich nicht nur mit Informationen aus zweiter Hand begnügen“, schreibt Schwarzer (67) auf ihrer Homepage. Ein „Bild“- Sprecher bestätigte am Freitagabend der Nachrichtenagentur dpa, dass Schwarzer den am Montag in Mannheim beginnenden Prozess regelmäßig für die Zeitung kommentieren wird.

Auch für die Frauenzeitschrift „Emma“ werde sie weiter über den Fall berichten, schrieb die Journalistin und Verlegerin. Es sei gerade in diesem Fall nötig, dass in einem tagesaktuellen, meinungsprägenden Blatt auch die Sicht des mutmaßlichen Opfers ernst genommen wird. „Anderen Leitmedien der Republik“ warf sie Parteilichkeit für Kachelmann vor.

Kachelmanns Rechtsanwalt Prof. Ralf Höcker (Köln) reagierte erbost: „Frau Schwarzer weiß also schon jetzt, wie die deutschen Medien über den Fall Kachelmann berichten werden, nämlich zu seinen Gunsten. Sie beweist damit seherische Qualitäten und rechtfertigt mit ihrer Unterstellung kurzerhand ihre eigene voreingenommene Berichterstattung über künftige Ereignisse“, teilte er mit. Eine objektive Berichterstattung könne man von ihr nicht erwarten.

Kachelmann wird beschuldigt, seine langjährige Geliebte mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben. Der Schweizer hat die Vorwürfe stets bestritten. Nach der Terminliste für die Hauptverhandlung soll das mutmaßliche Opfer erst am neunten Verhandlungstag (13. Oktober) vernommen werden. Der letzte planmäßige Verhandlungstermin ist für den 27. Oktober angesetzt. Dann könnte ein Urteil verkündet werden.

dpa


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