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Panorama Süddeutschland kämpft gegen die Fluten
Nachrichten Panorama Süddeutschland kämpft gegen die Fluten
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09:48 05.01.2018
Geröllmassen blockieren die Straßen im Schwarzwald. Quelle: dpa
Berlin

Starke Regenfälle und Tauwetter haben im Süden Deutschlands in der Nacht zum Freitag die Rettungskräfte in Atem gehalten. In der Stadt St. Blasien im Schwarzwald gab es Überschwemmungen und Erdrutsche. Das teilte die Polizei im baden-württembergischen Freiburg mit. In dem Ort im Landkreis Waldshut seien die Häuser eines kompletten Straßenzugs vorsorglich evakuiert worden. Rund 100 Anwohner wurden in eine Turnhalle gebracht worden. Die meisten konnten im Laufe der Nacht zurück in ihre Häuser.

Rettungskräfte seien mit einem großen Aufgebot im Einsatz. Häuser seien durch Erdrutsche bedroht, hieß es. Am Abend hatte die Polizei gewarnt: „Es besteht die Gefahr einer Katastrophe.“ Die Annahme sei im Laufe der Nacht relativiert worden, sagte ein Sprecher am Freitagmorgen. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen.

Mit dem Tauwetter kommt das Hochwasser. Vor allem in Süddeutschland kämpfen die Menschen gegen steigende Pegel, Entspannung ist nicht abzusehen.

In weiteren Teilen Baden-Württembergs hatte die Polizei vor allem mit überfluteten Straßen zu tun. Der Deutsche Wetterdienst hatte im Schwarzwald und im Allgäu bis Freitagmorgen stellenweise 70 bis 120 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet.

In Bayern traten im südlichen Oberallgäu Bäche über die Ufer. Im Kreis Lindau seien Keller und Garagen vollgelaufen, berichtete die Polizei in Kempten. Die Schäden seien noch nicht zu beziffern. Auch Oberfranken war betroffen.

Kein Schiffsverkehr mehr auf der Mosel

Auf der Mosel wurde der Schiffverkehr eingestellt, auf Teilen des Neckars ebenfalls. Ein ähnliches Schicksal droht Schiffsführern in den kommenden Tagen auf dem Rhein. Bilder aus Rheinland-Pfalz sahen dramatisch aus. Aus vielen Regionen wurden Überschwemmungen von Grundstücken und Kellern gemeldet.

Laut Wettervorhersage bleibt die Lage in den nächsten Tagen angespannt. Der Dauerregen am Oberrhein und in den Vogesen wird Rhein und Mosel weiter ansteigen lassen. Auch viele kleinere Flüsse könnten in den nächsten Tagen über die Ufer treten.

Am Deutschen Eck werden Straßen gesperrt

Am Rhein wird beim Pegel Maxau in Karlsruhe voraussichtlich Freitagmittag die Hochwassermarke II überschritten, ab der Schiffe nicht weiterfahren dürfen, wie das Hochwassermeldezentrum in Mainz mitteilte. Am Zusammenfluss von Mosel und Rhein am Deutschen Eck in Koblenz wurden bereits eine Uferstraße und Parkplätze gesperrt.

Auf der Donau rechnet der Warndienst erst zum Wochenende mit Hochwasser. In Regensburg haben deshalb Mitarbeiter des Bauhofs damit begonnen, mobile Hochwasserschutzwände zu errichten, um eine Überflutung der historischen Altstadt zu verhindern.

Bei Köln sollen mobile Wände gefährdete Stadtteile schützen

In Nordrhein-Westfalen steigt das Hochwasser weiter. In Köln könnte der Rhein laut dem Hochwassermeldezentrum Rhein am Samstag einen Wasserstand von fast 8,20 Meter erreichen. In der Stadt sind bereits seit Mitte der Woche ufernahe Straßen überschwemmt. An diesem Freitag sollen mobile Wände im gefährdeten rechtsrheinischen Stadtteil Porz-Zündorf hochgezogen werden.

Von dpa/RND

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