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Panorama Polizistin erschießt versehentlich schwarzen Mann in seiner Wohnung
Nachrichten Panorama Polizistin erschießt versehentlich schwarzen Mann in seiner Wohnung
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09:51 25.09.2018
Die Familie trauert um den 26-Jährigen, der von einer Polizistin versehentlich erschossenen wurde. Quelle: dpa
Dallas

Nach den tödlichen Schüssen einer weißen Polizistin auf einen unbewaffneten schwarzen Mann in Dallas, wurde die 30-Jährige jetzt aus dem Dienstverhältnis entlassen. „Ein erster Sieg“, sagten die Anwälte der Familie zu der Entscheidung.

Polizistin verwechselt die Wohnungen und schießt

Anfang September kehrte die Polizistin von ihrem 15-stündigen Dienst in ihren Wohnkomplex zurück. Wie die Zeitung „Dallas Morning News“ berichtet, irrte sich die Polizistin in der Etage und ging versehentlich in das Apartment über ihrer eigenen Wohnung. Laut dem Bericht sei die Tür unverschlossen gewesen. In der Dunkelheit habe Amber G. eine Gestalt gesehen und sei davon ausgegangen, dass sich ein Einbrecher in ihrer Wohnung befindet. Sie zog ihre Waffe und erschoss ihren Nachbarn.

„Oh mein Gott! Warum haben Sie das getan?“

Anwalt Lee Merritt sagte, zwei unabhängige Zeugen hätten ihm berichtet, sie hätten vor den Schüssen ein Klopfen an der Tür gehört. Eine Frauenstimme habe gesagt: „Lass mich rein!“. Dann seien Schüsse gefallen und eine männliche Stimme habe gesagt: „Oh mein Gott! Warum haben Sie das getan?“. Er vermute, das seien die letzten Worte des Opfers gewesen, so Merritt.

Schützin wurde gegen Kaution entlassen

Amber G. wurde wenige Tage später wegen des Verdachts auf Totschlag festgenommen, gegen Kaution allerdings wieder freigelassen. Es seien noch Fragen offen gewesen, etwa, ob die Polizistin vorher möglicherweise Alkohol oder Drogen zu sich genommen hatte. Ebenfalls war unklar, ob die Tat einen rassistischen Hintergrund hatte. „Wenn es ein weißer Mann gewesen wäre, wäre es anders gewesen? Hätte sie anders reagiert?“, fragte die Mutter des Opfers.

Anwalt hält Suspendierung für ungerecht

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, kann die 30-Jährige Einspruch gegen ihre Entlassung erheben. Ihr Anwalt habe sich bereits zu der Suspendierung geäußert und die Freistellung seiner Mandantin als ungerecht kritisiert. Die Polizei habe sich wegen des Drucks polizeikritischer Gruppen dazu drängen lassen statt zunächst alle Fakten zu sammeln und dann eine Entscheidung zu treffen.

Nach Angaben der Polizei sei G. allerdings gar nicht wegen der tödlichen Schüsse aus dem Dienst entlassen worden, sondern weil sie sich bei ihrer Festnahme ungebührlich verhalten habe.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Polizistin während eines Einsatzes auf einen Mann geschossen. Damals wurden keine Vorwürfe gegen sie erhoben.

Von dpa/RND/mat

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