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Panorama Polizei beendet Kurden-Demonstration in Köln
Nachrichten Panorama Polizei beendet Kurden-Demonstration in Köln
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15:44 27.01.2018
Tausende Kurden demonstrieren in Köln gegen die Militäroffensive in Syrien – dabei werden auch zahlreiche Flaggen mit verbotenen Symbolen gezeigt. Quelle: dpa
Köln

Mehrere Tausend Kurden haben am Sonnabend in Köln gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien protestiert und sich zu einem Demonstrationszug durch die Innenstadt formiert. „Erdogans Krieg stoppen“ oder „Frieden für Afrin“, war auf Transparenten zu lesen, Redner forderten ein Ende des „brutalen Angriffs des türkischen Militärs“. Die Polizeispitze befürchtete gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Kurden und nationalistischen Türken. Ein Großaufgebot von gut 2.000 Polizeibeamten sollte für einen friedlichen Verlauf sorgen.

Doch weil mehrere verbotene Symbole gezeigt wurden, löste die Polizei den Protestzug am Nachmittag schließlich auf. Teilnehmer schwenkten Fahnen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und hielten Transparente und Bilder des inhaftierten PKK-Anführers Abdullah Öcalan. Das Zeigen von PKK-Symbolen oder Öcalan-Bildern ist strafbar. Die Polizisten beschlagnahmten die Materialien.

Der kurdische Dachverband Nav-Dem hatte die Demo angemeldet. Die Organisation steht laut Verfassungsschutz der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK nahe. Die Kölner Polizei sprach zunächst von rund 12.000 Teilnehmern, im Tagesverlauf wurden mehr als 20.000 erwartet.

Die türkische Armee war vor einer Woche in der syrischen Region Afrin einmarschiert, um die kurdische Miliz YPG zu bekämpfen, die Ankara als Ableger der PKK und Terrororganisation einstuft. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte angekündigt, die Operation auf weitere kurdisch kontrollierte Gebiete auszuweiten.

Von RND/dpa

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