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Panorama Peter Lohmeyer: „Meine Stimme ist mein Kapital“
Nachrichten Panorama Peter Lohmeyer: „Meine Stimme ist mein Kapital“
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19:07 04.10.2018
Peter Lohmeyer. Quelle: Radio Bremen/Ali Ghandtschi

Rollen im Theater, in Filmen, TV-Serien, Hörspielen und Konzerte: Sie sind vielseitig unterwegs. Was machen Sie am liebsten?

Das hängt immer vom Stoff ab. Für mich gilt: Welche Geschichte lohnt es sich, weiterzuerzählen? Dann gucke ich noch, wo und mit wem ich das mache. Das sind alles Aspekte, die mich zu einem „Ja“ oder „Nein“ treiben. Da kann es sein, dass ein Hörspiel mal spannender ist als ein Fernsehfilm.

Das Hörspiel „Der nasse Fisch“, in dem sie eine Rolle sprechen, ist ja eine Ergänzung zur TV-Serie „Babylon Berlin“: Ist das nicht schwierig, etwas audiovisuelles wie eine TV-Serie mit einem Hörspiel zu ergänzen?

Ein Hörspiel kann immer einen anderen Eindruck vermitteln, weil es eine andere Form ist und man es anders wahrnimmt. Man kann es auch woanders hören – zum Beispiel im Auto oder im Zug. Man kann es dabei haben und sich seine eigenen Bilder machen. Es ist eigentlich etwas Kreativeres als die Serie vom Aufnehmen her. Stellen Sie sich mal vor: Sie hören das, gucken aus dem Zugfenster und es bildet sich diese Babylon-Geschichte, es sind ganz eigene Figuren. Wenn man die Serie dann schon gesehen hat, hat man mal ein Gefühl dafür, wie variabel die Figuren sind und wie allein durch die Ausdrucksweise der Stimmen eine Figur eine andere Farbe bekommt.

Haben Sie sich die TV-Serie vor den Hörspiel-Aufnahmen angesehen?

Ich habe nur einmal kurz reingeguckt, als ich noch nicht wusste, dass ich das Hörspiel mache. Das sind einfach zwei verschiedene Genres und die Kollegen, die das gedreht haben beim Fernsehen, haben das großartig gemacht. Genauso haben wir es auch versucht. Es ist nochmal eine andere Farbe für diese tolle Geschichte.

Wie unterscheidet sich das Einsprechen eines Hörspiels für Sie vom Spielen einer Rolle in einer TV-Serie?

Man sollte ausgeschlafen sein, das Organ ist das einzige, was man beim Hörspiel hat. Man konzentriert sich auf die Stimme, liest letztendlich ab, man lernt es nicht auswendig. Beim Film oder Fernsehen lenkt einen wahnsinnig viel ab. Beim Hörspiel gibt’s nicht viel abzulenken: Da sind Studios, wo man aufpassen muss, dass man nicht zu schnell müde wird wegen Sauerstoffmangels. Da ist nur der andere Kollege, vielleicht noch ein Tonmann.

Wenn Sie sich das Hörspiel jetzt anhören: Wie finden Sie ihre eigene Stimme?

Wenn man das erste Mal in seinem Leben seine eigene Stimme hört, ist man natürlich kritisch. Aber ich mag meine Stimme.

Hören Sie denn selbst Hörspiele?

Ja, entweder gezielt, dass ich eine CD reinstecke, oder mich erwischt’s im Auto – und das liebe ich. Das ist so, als wenn jemand dir was vorliest. Noch schöner als Hörbücher sind Hörspiele. Beim Hörbuch liest immer nur einer vor, da neige ich eher zum Einschlafen. Bei Hörspielen bin ich wacher.

Haben Sie ein Lieblingshörspiel?

Mein Lieblingshörspiel ist immer noch „Krieg der Welten“. Es geht im Grunde um Außerirdische, die auf der Erde landen und die Amerikaner haben damals gedacht, das passiert wirklich: die Außerirdischen kommen. Das ist das größte Hörspiel, was es je gab und auch nie wieder geben wird.

Sie stehen seit 35 Jahren vor der Kamera: Wird das nicht irgendwann langweilig?

Nein. Ich stehe nicht jeden Tag vor der Kamera, manchmal sind‘s im Jahr nur 20 Tage. Es führt mich immer hin und her zwischen Theater, Film und Musik. Wenn es langweilig ist, kann es höchstens am Stoff liegen und da ich vorher schon die langweiligen Stoffe zurückgebe, wird mir das nie passieren. Manchmal hat man das Pech, dass man auf langweilige Leute trifft. Aber mein Gott, sogar wenn das passiert, werden wir dafür so gut bezahlt - das kann man dann auch mal ertragen.

Bei welchen Filmen ist Ihnen das denn passiert?

Das ist wie beim Fußball: Über interne Sache redet man nicht öffentlich. Also wenn das mal passiert ist, habe ich das jetzt vergessen.

Wird man denn irgendwann zu alt fürs Schauspielern?

Also ich wünsche mir, dass ich noch lange schauspielern kann. Manchmal denke ich: Was ist, wenn ich stolpere? Aber dann habe ich immer noch meine Stimme, das ist mein Kapital. Das doofste wäre wirklich, wenn die weg ist. Ein Hörbuch kann man ja auch noch im Sitzen machen.

Ihre Kinder sind ja teilweise auch in Ihre Fußstapfen getreten und arbeiten als Schauspieler. Ihr Sohn Louis Klamroth ist außerdem Journalist und wurde vom medium Magazin unter den Top 30 bis 30 ausgezeichnet. Würden Sie sich von ihm interviewen lassen?

Von Louis würde ich mich immer interviewen lassen. Das kann er, das hat er gelernt und darin ist er gut. Ich bin wahnsinnig stolz darauf, was er macht.

Gibt es eine Frage, mit der er Sie aus der Fassung bringen könnte?

Gibt es bestimmt, aber die weiß nur er. Aber er würde das schaffen, wenn er es wollte – das hat er ja schon als Kind geschafft.

Das Hörspiel „Der nasse Fisch“ ist hier zum Anhören bereit.

Von Hannah Scheiwe/RND

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