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Panorama Schule wegen Schabenbefalls geschlossen
Nachrichten Panorama Schule wegen Schabenbefalls geschlossen
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16:48 07.09.2018
Eine Schabe liegt auf einer Hand. (Symbolfoto) Quelle: Hermann-Josef Mammes/dpa
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Espenau

Eine Grundschule im nordhessischen Espenau bleibt wegen eines massiven Befalls mit Schaben mehrere Tage geschlossen. Die Tiere der Art Deutsche Schabe könnten potenziell Krankheiten übertragen, begründete der Sprecher des Landkreises Kassel, Harald Kühlborn, am Freitag die Schließung. Die Entscheidung sei gemeinsam mit Gesundheits- und Schulamt getroffen worden.

Zunächst sollen Schädlingsbekämpfer ein Insektizid im Schulgebäude versprühen: „Danach wird ein Putzteam das Gebäude grundreinigen.“ Für die rund 200 betroffenen Grundschüler soll der Unterricht am kommenden Mittwoch wieder losgehen. Der Kreis hatte zunächst von Kakerlaken in der Schule berichtet, dann aber konkreter von der Deutschen Schabe gesprochen. Im Deutschen ist der Begriff Kakerlake zweideutig: Er wird als Oberbegriff für verschiedene Schabenarten verwendet oder bezeichnet die deutlich größere Amerikanische Schabe.

Hausmeister stieß auf mehrere Nester

Der Hausmeister hatte die nachtaktiven Tiere nach Angaben des Sprechers in einem Raum entdeckt und dann die ganze Schule untersucht. Dabei sei er auf mehrere Nester in verschiedenen Bereichen gestoßen, was die Schließung dann unumgänglich machte. „In dem Ausmaß ist das schon was Besonderes“, sagt der Sprecher. Auch das Schulamt habe bestätigt, dass ein ähnlicher Fall in Hessen so noch nicht vorgekommen sei.

Nun sei man dabei, die Ursache des Befalls zu klären: „Wir können ausschließen, dass es aus der Schule heraus ein Schädlingsnest gab.“ Die Vermutung sei, dass die Tiere über die Schüler eingeschleppt wurden und sich dann in dem Gebäude vermehrten: „Es wurde zuvor auch schon was Ausgewachsenes bei Kindern gefunden.“ In unter anderem einem Ranzen sollen sich Schaben getummelt haben.

Die Deutsche Schabe stammt nach Angaben von Biologen ursprünglich aus den Tropen und hat sich inzwischen auf der ganzen Welt verbreitet. Sie mag es warm und sucht die Nähe des Menschen: In Deutschland ist sie häufig in feuchtwarmen Räumen wie Großküchen, Schwimmbädern, Krankenhäusern aber auch Privathaushalten anzutreffen. Die gelbbraunen Tiere können Krankheiten übertragen und Allergien auslösen.

Von RND/dpa

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