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Panorama Neuseeländische Partei muss Geldstrafe an Eminems Verleger zahlen
Nachrichten Panorama Neuseeländische Partei muss Geldstrafe an Eminems Verleger zahlen
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14:55 25.10.2017
Gewinner im Urheberrechtsstreit: Der US-Rapper Eminem Quelle: dpa
Wellington

Die konservative Nationalpartei in Neuseeland muss eine Geldstrafe von umgerechnet rund 350 000 Euro an den Verleger des US-Rappers Eminem zahlen. Dazu kommen noch Zinsen, wie ein neuseeländisches Gericht am Mittwoch entschied. Ein für Wahlkampfwerbung im Fernsehen benutzter Song namens „Eminem Esque“ sei der dem Titel „Lose Yourself“ des US-Rappers zu ähnlich gewesen, hieß es zur Begründung des Urteils in dem Urheberrechtsstreit.

Der Unterschied zwischen den Lieder sei minimal

Richterin Helen Cull sagte, der Unterschied zwischen den Liedern sei lediglich minimal gewesen und habe den Kern von Eminems Hit aus dem Jahr 2002 nachgeahmt. Die Nationalpartei spielte „Eminem Esque“ 186 Mal während ihrer erfolgreichen Kampagne vor drei Jahren, bevor die Ausstrahlung schließlich eingestellt wurde.

Es sei kein Zufall gewesen, dass der Komponist von „Eminem Esque“ „Lose Yourself“ vor sich liegen gehabt habe, als das Stück entstanden sei, erklärte Cull. Das Stück höre sich ganz wie eine Kopie an und sei auch eine. Zur Ermessung der Geldstrafe setzte sie eine hypothetische Lizenzgebühr an und betonte, Eminems Verleger Eight Mile Style habe die Verwendung von „Lose Yourself“ für Werbung in der Vergangenheit nur selten genehmigt.

Das Urteil kommt zu einer politisch schwierigen Zeit

Die Nationalpartei erklärte in einer Mitteilung, vom Urteil enttäuscht zu sein. Sie habe das Stück bei einer namhaften Musikbibliothek in Australien gekauft, die es wiederum aus den USA zur Verfügung gestellt bekommen habe. Nach Angaben der Partei ist als weiterer juristischer Schritt unter anderem eine Beschwerde beim amerikanischen Lizenzgeber erfolgt.

Das Urteil kommt zu einer politisch schwierigen Zeit der Nationalpartei. Die Konservativen verloren jüngst die Parlamentswahl gegen die liberale Labour-Partei.

Von ap/RND

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