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Panorama Mit „Reputation“ zum Megastar
Nachrichten Panorama Mit „Reputation“ zum Megastar
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18:45 15.11.2017
Mit Biss: Die Szene aus dem Video zur neuen Single „Look What You Made Me Do“ zeigt das neue Gesicht von Taylor Swift. Quelle: Foto: YouTube
Hannover

Ende August wurde es plötzlich dunkel um Taylor Swift. Der Instagram-Account der Sängerin war leer geräumt, die Facebook-Timeline ebenfalls. Fotos, Videos und Posts – das gesamte Social-Media-Leben des äußerst erfolgreichen Popstars schien ausgelöscht. Da musste etwas kommen, sehr wahrscheinlich ein neues Album, mutmaßten die Fans. Seit Kurzem ist das Geheimnis um die neue Taylor Swift gelüftet: Vergangenen Freitag erschien das mittlerweile sechste Album der gerade einmal 27-jährigen Blondine – und es dürfte ihr erfolgreichstes werden. In nur vier Tagen schoss „Reputation“ fast überall auf der Welt auf Platz eins der Charts und wurde über eine Million Mal verkauft. Selten wurde eine Albumveröffentlichung so sorgfältig vorbereitet. Man könnte auch sagen: Hier soll ein Popstar zum Megastar gemacht werden.

Die Schlange steht wie kein anderes Symbol für Taylor Swift

Zunächst bekamen die Fans vor einigen Wochen allerdings nicht mehr als das Video einer Schlange zu sehen, die sich vor einem schwarzen Hintergrund räkelte. Eingeweihte wissen, dass das Symbol der Schlange wie kein anderes für Taylor Swift steht. Schuld sind etliche öffentliche Fehden, die sich die Country-Sängerin in der Vergangenheit mit Rapper Kanye West und dessen Ehefrau, Swifts ewiger Kontrahentin Kim Kardashian, geliefert hatte. Was macht man also, wenn das daraus resultierende negative Image sich zu verselbstständigen droht? Man macht es sich einfach zu eigen. Ade, braves Countrygirl, hallo, Femme fatale.

Von August bis November, in nur drei Monaten, bereitete das Team um Swift die Öffentlichkeit in homöopathischen Dosen auf die Metamorphose der Sängerin vor. Die alte Taylor ist tot, die neue trägt Schlangenlederstiefel beim exklusiven Album-Listening mit ihren Fans vor ein paar Wochen und kann plötzlich sogar rappen.

Nach der Schlange tauchten im September erste Videoschnipsel zu ihrem neuen Song „Ready for It“ im Internet auf, in denen die 27-Jährige offenbar nackt zu sehen war. Oder war es doch nur ein nudefarbener Body oder ein am Computer generierter Effekt? Im Grunde egal, denn der Plan ging auf: Das neue Album geht derzeit durch die Decke und könnte der Künstlerin sogar die beste Verkaufswoche ihrer gesamten Karriere bescheren. Eine Karriere, die ohnehin als eine der erfolgreichsten im Popbusiness gilt. Das Jahr der Schlange ist damit endgültig eingeläutet und das Ziel glasklar: Swift soll die erfolgreichste Popsängerin ihrer Zeit werden.

Und sie ist nah dran. Für das US-amerikanische Onlinemagazin „Buzzfeed“ ist bereits jetzt klar, dass Swift mindestens auch noch die nächsten zwei Jahre das Musikgeschäft und die anstehenden Awards dominieren wird. „Denn alles, was wir sehen, ist schon seit vielen Monaten in Planung“, zitiert „Buzzfeed“ David Philp, Musikprofessor an der William Paterson University in New Jersey. Damit unterscheidet sich Swift von vielen anderen ihrer Zunft. Denn der Zyklus, in denen Plattenfirmen Alben veröffentlichen, hat sich in den letzten 15 Jahren verkürzt. Soziale Medien und Streamingdienste geben mittlerweile den Takt vor.

Doch auch wenn der Hype um Swift vor allem im Internet floriert, hat sie sich dennoch nie das Heft aus der Hand nehmen lassen. Die Farmerstochter aus Pennsylvania hat früh gelernt, ihre Ziele eisern zu verfolgen. Als sie mit 14 Jahren beschloss, unbedingt Countrystar werden zu wollen, verließen ihre Eltern die heimische Scholle und zogen mit ihr nach Nashville, in die Hauptstadt der Countrymusik. Nur drei Jahre später, 2006, erschien Swifts Debütalbum, acht Jahre später zählte sie bereits zu den meistverkauften Entertainerinnen ihrer Zeit. Mit ihrem 2014 erschienenen Album „1989“ landete sie auf Platz eins im weltweiten Ranking der Phonoindustrie. Spötter allerdings behaupten, Swift habe damals ein wenig nachgeholfen, da sie durch ihren Ausstieg aus Streamingdiensten wie Spotify ihre Fans dazu gezwungen habe, wieder Alben zu kaufen.

Nashville ist längst Vergangenheit. Genauso wie die hübschen, selbst verfassten Liedchen, in denen Swift von verflossener Liebe und ähnlich wenig hochtrabenden Dingen sang. Jetzt singt sie vor allem von sich. Und das klingt ziemlich wütend. Der Imagewandel scheint perfekt. Neu ist das alles allerdings nicht, auch andere Stars, die jung starteten, sahen sich irgendwann gezwungen, sich ein „erwachseneres“ Image zuzulegen. Wie etwa Miley Cyrus, die sich nach Jahren in der Rolle als zuckersüße Disney-Prinzessin plötzlich nackt auf eine Abrissbirne setzte. Etwas Wesentliches unterscheidet die beiden allerdings: Swift ist schon jetzt um einiges erfolgreicher.

Von Nora Lysk/RND

Die Todesursache ist bisher ungeklärt. Fremdeinwirken ist aber ausgeschlossen. Beiden soll es am Abend zuvor bereits nicht gut gegangen sein.

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