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Panorama Mindestens vier Tote bei Brückeneinsturz in Miami
Nachrichten Panorama Mindestens vier Tote bei Brückeneinsturz in Miami
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08:58 16.03.2018
Feuerwehrmänner an der eingestürzten Fußgängerbrücke in Miami. Quelle: AP
Florida

Beim Einsturz einer neuen Fußgängerbrücke im US-Staat Florida sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Neun weitere seien mit Verletzungen ins Krankenhaus gekommen, teilte der Feuerwehrchef im Bezirk Miami-Dade, Dave Downey, am Donnerstagabend (Ortszeit) mit. Rettungskräfte suchten mit dem Einsatz von Spürhunden, Kameras und anderem technischen Gerät unter den Trümmern bis tief in die Nacht nach Überlebenden.

Schweres Unglück in den USA: In Miami ist eine Fußgängerbrücke eingestürzt.

„Jeder arbeitet hart, auf dass jeder gerettet wird, der gerettet werden kann“, sagte Floridas Gouverneur Rick Scott. Doch der Chef der Polizei von Miami-Dade, Juan Perez, dämpfte zugleich die Erwartungen. Mit jeder verstreichenden Stunde schwinde die Hoffnung, noch auf Überlebende zu stoßen.

Am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) war eine zum Teil noch im Bau befindliche Fußgängerbrücke auf eine betriebsame Schnellstraße nahe Miami gestürzt und hatte Autos unter sich begraben. Die Szenerie glich danach einem Schlachtfeld: Überall lagen massive Platten aus Asphalt und Stahl herum.

Brücke sollte für Fußgänger 2019 eröffnet werden

Die rund 900 Tonnen schwere Brücke war kürzlich neben der Autobahn zusammengebaut und am Samstag mit großem Pomp hochgezogen. Sie reicht fast 60 Meter weit und soll die Florida International University mit der Stadt Sweetwater verbinden. Für Fußgänger sollte die Brücke im kommenden Jahr öffnen. Das Bauprojekt kostet 14,2 Millionen Dollar (rund 11,5 Millionen Euro). Die Brücke habe etwas Gutes bezwecken sollen, nicht Traurigkeit, sagte der Präsident der Universität, Mark Rosenberg. „Nun fühlen wir immense Traurigkeit, unbändige Traurigkeit.“

Gouverneur Scott kündigte umfassende Ermittlungen zu Ursache und Hergang des Unglücks an. Sollte jemand etwas falsch gemacht haben, „werden wir sie zur Rechenschaft ziehen.“ Der Vorsitzende der nationalen Behörde für Transportsicherheit, Robert Sumwalt, sagte, ein Spezialistenteam sei auf dem Weg nach Miami.

Von RND/dpa