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Panorama Messerangreifer von Polizei niedergeschossen
Nachrichten Panorama Messerangreifer von Polizei niedergeschossen
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13:46 06.09.2018
In Greifswald konnte die Polizei mit konsequentem Einschreiten gerade noch Schlimmeres verhindern. Quelle: imago/Deutzmann
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Greifswald

Dramatische Szene am Mittwochabend in Greifswald: Kurz nach 20 Uhr dringen mehrere Schreie aus einer Wohnung. Die zur Hilfe gerufenen Polizeibeamten klingeln an der betreffenden Eingangstür. Sie wird vom Wohnungsinhaber geöffnet. Der 65-Jährige hat ein Messer in der Hand und greift damit sofort die Polizisten an. „Ein Beamter wurde mit einer Schnittwunde leicht am Oberarm verletzt“, schildert Polizeisprecherin Nicole Buchfink. Anschließend springt der Tatverdächtige in die Wohnung zurück und schließt die Tür. Kurz danach sind erneut Schreie aus der Wohnung zu hören, die von der 64-jährigen Ehefrau stammen. Diese kann sich kurz danach aus der Wohnung befreien und bei den Beamten in Sicherheit bringen. „Sie weist eine leichte Schnittverletzung am linken Unterarm auf“, sagt Nicole Buchfink weiter.

Nach Angaben der Ehefrau soll der Tatverdächtige psychisch krank sein. Derzeit wird ermittelt, ob diese Angabe stimmt und um welche Erkrankung es sich handelt. „Wir haben Unterlagen in der Wohnung gefunden, die die Angaben zu bestätigen scheinen“, sagt Buchfink. Dann wirft der Mann etwas aus dem Fenster. Weil die Polizisten eine weitere Eigen- und Fremdgefährdung nicht ausschließen können, wird das in Rampe bei Schwerin stationierte Spezialeinsatzkommando (SEK) angefordert. Insgesamt sind schließlich 30 Beamte im Einsatz. Die SEK-Einheit trifft gegen Mitternacht ein. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits mehrere Versuche der Kontaktaufnahme zum 65-Jährigen gescheitert. Die SEK-Beamten öffnen um kurz vor 1 Uhr die Wohnungstür schließlich gewaltsam.

Erst nach dem Schuss können die Beamten zugreifen

In der Wohnung treffen die Beamten auf den Tatverdächtigen, der zwei Messer in den Händen hält. Mit diesen versucht er die Einsatzkräfte des SEK anzugreifen. Mit einem Schuss aus der Dienstwaffe wehrt ein Beamter den Angriff ab. Der Tatverdächtige wird dabei schwer an einer Hand verletzt, kann nun in Gewahrsam genommen werden. Nach einer Behandlung durch den Notarzt wird der Mann ins Klinikum Greifswald gebracht, wo er derzeit stationär behandelt wird. „Wegen der schweren Verletzung wird der Mann längere Zeit im Klinikum bleiben müssen“, sagt Buchfink. Der 65-Jährige erhalte Medikamente, sodass er kein Gefahr für sich und andere darstellt, die Sicherheit gegeben ist. Die Kriminalpolizei ermittelt gegen den Tatverdächtigen wegen Bedrohung, Widerstand, gefährlicher Körperverletzung und häuslicher Gewalt.

Haftgründe liegen aus Sicht des zuständigen Richters nicht vor. Er hat eine Schutzverfügung erlassen, die es dem 65-Jährigen untersagt, die gemeinsame Wohnung für zwei Wochen zu betreten. Der Richter könnte diese Maßnahmen erneut verlängern. Allerdings werde derzeit durch das Gesundheitsamt und Ärzte geprüft, ob möglicherweise eine Einweisung in geschlossene Anstalt angebracht sei.„Die Frau bekommt Hilfe. In solchen Fällen greift das Gewaltschutzgesetz. Die Interventionsstelle nimmt Kontakt zu ihr auf“, erklärt Polizeisprecherin Buchfink.

Dass ein Polizist im Dienst schießen muss, kommt laut Buchfink äußerst selten vor. In den meisten Fällen handelt es sich um Wildunfälle, in deren Folge ein Tier erlegt werden muss. Im Gebiet des Polizeireviers Greifswald wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 25 Schüsse bei 15 Einsätzen abgegeben, davon kein einziger auf einen Menschen. Im gesamten Landkreis waren es 903 Schüsse. „Die Beamten sind speziell geschult und ausgebildet. Es ist sehr sehr selten, dass ein Schuss erforderlich ist“, so Buchfink.

Von Katharina Degrassi

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