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Panorama Kranker Junge (6) verkauft Kürbisse, um sich einen Begleithund kaufen zu können
Nachrichten Panorama Kranker Junge (6) verkauft Kürbisse, um sich einen Begleithund kaufen zu können
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19:00 26.10.2018
Ian Unger (l.) sammelt Geld für einen Hund. Quelle: Facebook
Sand Lake

Sein Leben ist verbunden mit täglicher Pein: Ian Unger aus Sand Lake in Michigan ist krank. Der Sechsjährige leidet an Diabetes 1. Sein Morgen beginnt mit einem Bluttest zur Kontrolle des Zuckerspiegels. Dann folgt eine Insulinspritze. „Wenn wir es nicht injizieren, könnte er sterben“, sagte Ians Mutter, Katrina Christensen, zu CNN.

Um endlich wie seine Freunde mit dem Schulbus fahren zu dürfen und wie sie auch ein unbeschwertes Leben führen zu können, wünscht er sich nichts sehnlicher als einen Begleithund. Denn das Problem ist: Im Moment geht Ian nie allein aus dem Haus. Das ist zu gefährlich. Der Junge kann noch nicht lesen und rechnen, er kann die Werte auf der Insulinpumpe nicht lesen. Ihn ohne Betreuung losziehen zu lassen, ist den Eltern zu gefährlich, und auch die Schulbehörde will das Kind nicht ohne Aufsicht im Bus fahren lassen.

Zündende Idee

Ein auf Diabetes spezialisierter Begleithund nun wäre die Lösung, der aber kostet viel Geld, sehr viel Geld, nämlich 22.000 Euro. So viel Geld aber hat Ions Familie nicht, deswegen kam der Junge schließlich auf eine Idee.

„Er sagte uns: ,Ich werde Kürbisse verkaufen und meinen Hund bekommen‘“, erzählte Ians Mutter, Katrina Christensen, „people.com“. Gesagt, getan, und so säte Ian im Juni Samen, die zu prächtigen Kürbissen heranwuchsen.

Die Aktion wurde im Internet bekannt, und sie wurde zu einem Selbstläufer. Die Leute kamen von überall aus dem Land und standen Schlange: Etwa 870 Euro verdiente Ian allein mit dem Kürbis-Verkauf. Ein Limonadenstand brachte noch weitere knapp 100 Euro.

Und um ihren Sohn helfen zu können, richtete die Mutter zusätzlich eine Online-Spendenaktion ein, und siehe da: Am Ende kamen allein in einer Woche 21.700 Euro zusammen – genug für einen Diabetikerwarnhund – und noch mehr.

Ion ist seinem neuen Leben ein Stück näher gekommen.

Ian will anderen kranken Kindern helfen

Noch allerdings muss sich Ian etwas gedulden. Denn die Ausbildung eines so speziellen Hundes braucht Zeit. Zehn Monate dauert das Training. Bis es soweit ist, widmet sich Ian nun seiner nächsten Aufgabe: Weil bei der Aktion mehr Geld zusammen kam als er braucht, will er jetzt anderen kranken Kindern helfen und das Geld spenden.

Seine Mutter ist dabei mächtig stolz auf ihren Sohn, sie sagt: „Ich könnte nicht glücklicher sein.“

Von RND

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