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Panorama Rapper Kollegah holt Kollegen aus dem Gefängnis
Nachrichten Panorama Rapper Kollegah holt Kollegen aus dem Gefängnis
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18:16 01.06.2018
Gutmensch? Der deutsche Rapper Kollegah hat für einen Rap-Kollegen die Kaution gestellt. Quelle: dpa
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Hagen

Der umstrittene Rapper Kollegah hat am Freitag der Justizvollzugsanstalt Hagen einen Besuch abgestattet. Der Musiker war gekommen, um einen Rapper-Kollegen abzuholen, der dort in Untersuchungshaft saß. Für seine Freilassung brachte Kollegah eine Kaution von 40.000 Euro auf.

Der inhaftierte Rapper war nach einer Messerstecherei vom Amtsgericht Hagen zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Dagegen hat er Berufung eingelegt, über die demnächst am Hagener Landgericht verhandelt wird. Der zuständige Richter habe Haftverschonung gegen Auflage gewährt, sagte eine Gerichtssprecherin. Dazu gehöre die Kaution von 40.000 Euro, die Kollegah in bar ablieferte, wie die „Bild“-Zeitung berichtet.

„Das Geld zahle ich aus der Portokasse! Ich sehe großes Potenzial in dem Jungen. Wir fahren direkt ins Studio und werden mit der Arbeit beginnen“, zitiert das Blatt Kollegah.

Mit seinem Besuch in der JVA löste der umstrittene Rapper einen Großeinsatz der Polizei aus: Weil zahlreiche Kollegah-Fans ebenfalls gekommen und einige von ihnen laut Polizei „hoch emotionalisiert“ waren, forderten die Hagener Beamten Unterstützung der Bereitschaftspolizei an. Letztlich sei aber alles gesittet verlaufen, sagte ein Sprecher.

Kein neuer Termin für Auschwitz-Besuch

Der 33 Jahre alte Rapper – mit bürgerlichem Namen Felix Blume – hatte vor einigen Wochen zusammen mit Farid Bang trotz Antisemitismus-Vorwürfen den Musikpreis Echo erhalten. Besonders kritisiert wurde die Liedzeile „Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen“. Die Verleihung an die beiden Musiker sorgte für einen Skandal, der schließlich zur Abschaffung des Preises führte.

Daraufhin nahmen die beiden Rapper eine Einladung des Internationalen Auschwitz-Komitees zum Besuch der KZ-Gedenkstätte an. Wann Kollegah und Farid Bang nach Polen reisen, ist noch unklar.

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Von RND/dpa/iro

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