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Panorama „Ich hatte Angst vor dem Hund“: Das sagen die Anwohner
Nachrichten Panorama „Ich hatte Angst vor dem Hund“: Das sagen die Anwohner
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13:21 05.04.2018
Galina Peltzer hat die getötete Krizi L. gepflegt. Quelle: Clemens Heidrich/HAZ
Hannover

 Als Galina Peltzer am Mittwochvormittag vor der Wohung ihrer Patienten in Hannover parkte, wusste sie nicht, dass diese zum Tatort geworden war. Regelmäßig war die Diakonie-Angestellte in den zweiten Stock gekommen, um dort die 52-jährige zu waschen. Am Vorabend waren K. und ihr 27-jähriger Sohn tot aufgefunden worden. Der Rollstuhl der körperlich und geistig behinderten Frau seht noch vor der Wohnung. „Was für ein Schock“, sagt die 61-jährige Pflegerin, als sie an der Tür hört, was am Abend zuvor hinter dem mit Absperrband versiegelten Eingang passiert ist.

Offenbar hat der Staffordshire-Terrier-Mischling von K.s 27-jährigem Sohn Mutter und Halter angegriffen und tödlich verletzt. Wie es zur Attacke durch Hund „Chico“ kommen konnte, ist noch nicht abschließend geklärt. Die 25 Jahre alte Tochter der Frau hatte die Polizei am Dienstagabend zu der Wohnung gerufen, nachdem sie die beiden Bewohner nicht erreicht hatte. Sie warnte die Einsatzkräfte explizit vor dem Hund. Polizei und Feuerwehr fanden die beiden Leichen in der Wohnung. Noch werden die beiden Opfer obduziert. Der Terrier-Mischling wurde von der Feuerwehr eingefangen und in ein Tierheim gebracht.

In Hannover sind offenbar eine 53-Jährige und ihr 27-jähriger Sohn von einem Staffordshire-Terrier zu Tode gebissen worden.

Sohn mit Schwierigkeiten, „Hund an der Leine unter Kontrolle zu halten“

Am Morgen nach dem tödlichen Vorfall wird deutlich, dass viele Menschen den Terrier aus der Nachbarschaft kennen – und fürchten. „Jedes Mal, wenn ich die Wohnung betreten habe, um Frau K. zu waschen, wurde das Tier vom Sohn weggesperrt“, erzählt die Pflegekraft Peltzer. „Deswegen habe ich ihn auch nie zu Gesicht bekommen.“ Der Vorfall war bei den Anwohnern in rund um den Tatort und in der ganzen Stadt Gesprächsthema. Wegen des ständigen Gebells soll es Beschwerden beim Vermieter des Mehrfamilienhauses gegeben haben.

Auf dem Rasenstück hinter dem Haus spielen am Mittwoch zwei kleine Jungen Fußball. Früher habe Chico hier auch herumgetobt, berichtet ein Anwohner. Die 52-Jährige sei oft von ihren Töchtern spazieren gefahren worden. Ein gewalttätiger Mann soll sie in den Rollstuhl gebracht haben.

Seine Zeit soll der Staffordshire-Terrier zuletzt hauptsächlich in einem Stahlzwinger im Zimmer des 27-Jährigen verbracht haben. War der Sohn nicht im Haus, wurde der Hund eingesperrt. Kam Besuch, ging es ebenfalls in den Käfig. „Wenn ich den Sohn mit dem Tier draußen getroffen habe, hatte er Schwierigkeiten, den Hund an der Leine unter Kontrolle zu halten“, sagt jemand. Der Mann erzählt, dass es vor einiger Zeit Kontakt zur Stadtverwaltung gegeben habe: „Dort habe man vorgeschlagen, den Terrier-Mischling einzuschläfern.“ Die Verantwortlichen der Stadt äußerten sich nicht zu dieser Aussage.

„Ich hatte Angst vor dem Tier“

So gut wie jeden Passanten habe der Hund auf der Straße angebellt, vor allem Kinder hätten Angst vor ihm gehabt. Diakonie-Mitarbeiterin Peltzer erzählt, dass selbst K. den Umgang mit dem Tier zu vermeiden suchte.

Thomas Döpke hat den Terrier mehrfach erlebt und bestätigt dessen Aggressivität. „Mutter und Tochter haben das Tier seit fünf oder sechs Jahren.“ Döpke war früher als Klempner einige Male in der Wohnung, heute arbeitet er regelmäßig als Reinigungskraft im Mehrfamilienhaus. „Ich hatte Angst vor dem Tier und bin erst in die Wohnung gegangen, nachdem der Hund im Zwinger war.“ Seiner Meinung nach hatte K. den Hund nicht unter Kontrolle.

Während die Mutter von den Anwohnern als freundliche Person beschrieben wird, ist über den 27-Jährigen kaum etwas bekannt. Nachbarn erzählen, dass der 27-Jährige seit seiner Kindheit schwer krank war. „Er hatte eine Figur wie ein 13-Jähriger und ist nur nachts mit dem Hund rausgegangen.“

Von Manuel Behrens/HAZ/RND

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