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Panorama Herbst, da bist du ja!
Nachrichten Panorama Herbst, da bist du ja!
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13:55 21.09.2017
Es rollt: Harald Wenske aus dem Spreewalddorf Lehde fährt die Kürbis-Ernte ein. Quelle: dpa
Hannover

Es soll in den nächsten Tagen noch etwas sommerlich werden – altweibersommerlich eben. Denn am 22. September ist Herbstanfang. Doch schon jetzt haben wir reichlich Herbstluft geschnuppert – das zeigen auch folgende Beobachtungen aus Natur und Alltag:

Endet der Sommer, beginnt Weihnachten. Zumindest vermitteln viele Supermärkte diesen Eindruck, wenn sie bereits Lebkuchen und andere weihnachtliche Süßigkeiten in die Regale packen. Beim Aachener Lebkuchenhersteller Lambertz heißt es sogar, dass der September mittlerweile der umsatzstärkste Monat für das Traditionsgebäck sei.

Schnell vorbei mit dem Idyll

Die Blätter an den Bäumen färben sich bunt und fallen dann ab. Eigentlich wunderschön - und mit lauten Konsequenzen. Sobald die Männer mit den Laubbläsern patrouillieren, ist es schnell vorbei mit dem Idyll. Anwohner beschweren sich oft über den Lärm, Umweltschützer sorgen sich um weggeblasene Kleintiere, aber Kommunen müssen sparen und setzen auf die günstigere Alternative zum zeitaufwendigeren Laubharken.

Laubharken ist leiser als Laubblasen – dafür aber viel teurer. Quelle: dpa

Das Frühjahr gehört dem schlanken Spargel, der Herbst dem pummeligen Pumpkin – also dem Kürbis. Er dominiert die Menüs und ist als Universaldeko vor Haus- und Wohnungseingängen kaum noch wegzudenken. Vor allem der orangefarbene Hokkaido wird gerne gezeigt. Weltweit reicht die Kürbis-Begeisterung aber noch weiter – bis hin zu „pumpkin spice“ für den Kürbisgeschmack in Kaffee, Süßigkeiten und Bier.

Willkommen zum „Herbsten“

Herbst ist Erntezeit. Das letzte Obst und Gemüse wird von den Bäumen, Sträuchern und Feldern geholt. Daraus entstehen Aufläufe, Kuchen und Alkoholhaltiges. Zumindest in südlicheren Teilen der Republik sind Weinfeste mit Federweißer ein eindeutiges Zeichen, dass der Herbst da ist. Nicht von ungefähr wird die Weinlese auch „Herbsten“ genannt.

„Die Liebe zur Wiesn kehrt zurück“, sagte Münchens Bürgermeister zum Oktoberfest-Start. Dabei scheint es ohnehin nicht an Begeisterung dafür zu mangeln. Immerhin finden Oktoberfeste mittlerweile gefühlt sogar im letzten Dorf Norddeutschlands statt. Die halbe Welt scheint sich ganz ungeniert in Lederhosen und Dirndl zu zwingen, um auf Bierbänken Haxen und Brezeln zu verdrücken und zu Blas- und Volksmusik zu schunkeln.

Jeden Herbst gibt es Meldungen über Pilzesammler, die auf der Suche nach Krausen Glucken, Violetten Rötelritterlingen oder Herbsttrompeten entweder zu den falschen Knollen gegriffen oder sich im Wald verirrt haben. Das muss nicht sein. Naturschützer empfehlen Anfängern geführte Pilz-Exkursionen und den Besuch von kommunalen Pilzberatungsstellen, bevor der Fund verzehrt wird.

Jetzt ist Zeit für den Zwiebel-Style

Der Herbst erfordert eine bestimmte Kleiderordnung – am besten im Zwiebel-Style: Unter die Übergangsjacke kommen Weste und T-Shirt, unter den Sommerrock Leggings oder Strumpfhosen, und die Socken wandern selbst bei den coolsten Hipster-Jungs langsam wieder über die Knöchel. Je kühler und windiger es wird, umso größer wird das Interesse an gestrickten und gehäkelten Produkten – und wer den Schal am liebsten selber strickt, kauft nun bald Wolle ein.

Und der Herbst ist wieder eine gute Kuschelzeit. Kamin an, Sofa her und dann ein Hoch auf die Zweisamkeit. Dabei ist es egal, mit wem man kuschelt. Kinder und Partner eignen sich ebenso gut wie Hund und Katze. Also allen einen herrlichen Herbst!

Von dpa/RND/hma

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