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Panorama Europol hebt internationalen Drogenring aus
Nachrichten Panorama Europol hebt internationalen Drogenring aus
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16:58 17.11.2017
Die Spur führte die europäischen Ermittler auch nach Frankfurt am Main. Quelle: dpa
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Den Haag/Madrid

Europäische Ermittler haben nach Angaben von Europol einen internationalen Ring von Drogenhändlern und Geldwäschern ausgehoben und Kokain im Wert von mehr als 100 Millionen Euro sichergestellt. In Spanien, Marokko und Deutschland seien insgesamt 40 Menschen festgenommen worden, teilte die europäische Polizeibehörde am Freitag in Den Haag mit. Einer der Hauptverdächtigen soll ein spanischer Autohändler in Frankfurt am Main sein.

Bei Hausdurchsuchungen hatten die Ermittler den Angaben zufolge 13 Millionen Euro Bargeld, vier Tonnen Kokain, 105 Kilogramm Haschisch sowie 18 Luxusautos und drei Boote beschlagnahmt. Die 40 Festgenommenen, darunter sechs Frauen, kamen aus Spanien, Großbritannien und Marokko.

Frankfurter Autohändler spielte Schlüsselrolle

Die Bande war nach dem Stand der Ermittlungen vor allem von Spaniern geleitet worden und hatte eine Zentrale in Venezuela, deren Anführer sei noch flüchtig. Das Kokain war von Venezuela aus per Schiff nach Spanien transportiert worden, von dort weiter in Europa verkauft worden. Die Millionen Euro Einnahmen waren dann wieder nach Venezuela geschmuggelt worden.

An der Operation unter Leitung der spanischen Polizei waren auch Ermittler und Zollbehörden aus den USA, Deutschland, Italien und Marokko beteiligt. Europol sowie die europäische Justizbehörde Eurojust hatten die Aktion unterstützt. Bereits 2016 hatte die spanische Polizei eine Bande entdeckt, die Drogen mit Segelbooten aus der ostspanischen Küstenstadt Denia nach Großbritannien schmuggelte. In einem Boot waren 400 Kilogramm Kokain in einem Versteck gefunden worden.

Im Zuge der Ermittlungen stießen die Fahnder auch auf das Geldwäsche-Netzwerk und die Verbindung zu Venezuela. In der Nähe von Madrid etwa versteckte ein angeblicher Möbelhändler große Mengen Geld – vor allem 200 und 500 Euro-Scheine – in Holzmöbel, die nach Venezuela verschifft wurden. In einer Ladung hatten die Fahnder acht Millionen Euro gefunden.

In Frankfurt spielte offenbar ein Autohändler eine Schlüsselrolle bei der Geldwäsche. Er hatte nach Informationen der spanischen Polizei von Deutschland aus die Aktivitäten der Bande in der spanischen Nordafrika-Exklave Melilla geleitet. Kurz vor seiner Flucht nach Venezuela sei er in Frankfurt festgenommen worden. Dank seiner Aussagen seien 15 Verdächtige in Spanien und Marokko festgenommen worden, wie die spanische Polizei mitteilte.

Von dpa/RND

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