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Panorama Ed Sheeran sagt Konzert in St. Louis ab
Nachrichten Panorama Ed Sheeran sagt Konzert in St. Louis ab
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17:57 17.09.2017
Ed Sheeran hat sein ausverkauftes Konzert in St. Louis abgesagt. Quelle: dpa
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St. Louis

Nach der irischen Rockband U2 hat auch Sänger Ed Sheeran ein Konzert in der US-Stadt St. Louis abgesagt. Seine ausverkaufte Show am Sonntag werde nicht stattfinden, weil die Polizei nicht für Sicherheit garantieren könne, hieß es vom Veranstalter. Hintergrund sind Proteste in dem Bezirk, nachdem ein Richter einen weißen Polizisten vom Vorwurf des Mordes eines Schwarzen freigesprochen hat. Die Behörden hatten zuvor bereits erklärt, bei einem für Samstagabend geplanten U2-Konzert könnten nötige Vorschriften wegen der Demonstrationen nicht eingehalten werden.

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Ein Freispruch für einen weißen Ex-Polizisten nach tödlichen Schüssen auf einen Schwarzen hat in der US-Stadt St. Louis Unruhen ausgelöst.

Unterdessen teilte das US-Justizministerium mit, in dem Fall werde entgegen der Forderung von Aktivisten keine Ermittlung wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen Bürgerrechte aufgenommen. Dies habe man bereits ein Jahr nach dem Vorfall, 2012, und erneut 2016 entschieden. Der 24-jährige Anthony Lamar Smith war vor sechs Jahren von einem weißen Polizisten erschossen worden. Der Fall ist einer von mehreren, der zum Teil landesweite Proteste gegen Polizeigewalt entzündet hatte.

Polizist beruft sich auf Notwehr

Der am Freitag freigesprochene ehemalige Streifenpolizist hatte 2011 den mutmaßlichen Drogenhändler Smith nach einer wilden Autoverfolgungsjagd erschossen. Er wurde wegen vorsätzlichen Mordes angeklagt: Die Staatsanwaltschaft machte dabei geltend, dass er während der Verfolgungsjagd einem Kollegen im Streifenwagen gesagt habe, er werde den Mann töten.

Diese Äußerung war im Auto per Video aufgezeichnet worden, aber in der Aufnahme nicht zu verstehen, was unmittelbar davor oder danach gesagt wurde. Mit Bezug darauf entschied der zuständige Richter, dass die Bemerkung möglicherweise aus dem Zusammenhang gerissen worden sei und daher keinen schlüssigen Beweis für eine Mordabsicht darstelle.

Der heute 36-jährige Polizist, der nach dem Vorfall selber den Dienst quittierte, hatte sich selber auf Notwehr berufen: Demnach schoss er, als der Mann nach seiner Waffe griff. Insgesamt gab er fünf Schüsse ab.

Von RND/ap/dpa

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