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Panorama Chris Cornells Familie: Arzt soll Schuld am Tod sein
Nachrichten Panorama Chris Cornells Familie: Arzt soll Schuld am Tod sein
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14:41 02.11.2018
Der Sänger Chris Cornell auf einem Foto aus dem Jahr 2015. Quelle: Casey Curry/AP
Los Angeles

Eineinhalb ist her, als sich der Soundgarden-Frontmann Chris Cornell das Leben nahm. Die Familie des 2017 gestorbenen US-Sängers hat Medienberichten zufolge nun Klage gegen den Arzt des Musikers eingereicht. Darin werfe sie ihm vor, Schuld am Tod von Cornell gewesen zu sein, berichtete der Sender CNN. Die Klage sei am Donnerstag (Ortszeit) an einem Gericht in Los Angeles eingereicht worden.

Der Arzt habe bewusstseinsverändernde Medikamente verschrieben

Der Sänger und mehrfache Vater hatte sich im Mai vergangenen Jahres mit 52 Jahren das Leben genommen. Die Familie meint, Cornells Arzt habe dem Sänger „fahrlässig und wiederholt“ gefährliche und bewusstseinsverändernde Medikamente verschrieben, zitierte CNN aus der Anklage. Diese hätten Cornell zu impulsivem Verhalten veranlasst, das er nicht habe kontrollieren können – und ihn letztlich das Leben gekostet.

Der Musiker haben zeitlebens mit Depressionen gekämpft

Der Anwalt des Arztes wies die Vorwürfe zurück. Die Behandlung Cornells durch seinen Mandanten habe dem Standard entsprochen, sagte James Kjar laut CNN.

Berühmt war Cornell vor allem in der Grunge- und Alternative-Rock-Szene. Mit dem Song „You Know My Name“ aus dem James-Bond-Film „Casino Royale“ war er aber auch einem breiteren Publikum bekanntgeworden. Der Grunge-Rock-Pionier hatte zeitlebens mit Depressionen und Drogenmissbrauch zu kämpfen.

Ebenso wie Nirvana-Frontmann Kurt Cobain stammte Cornell aus Seattle, wo der Grunge geboren wurde. In seiner Jugend begann er als Schlagzeuger, schmiss die High School und arbeitete als Koch, bevor er seine Band Soundgarden gründete.

Erfolgreichste Band im Bereich Grunge

Mitte der 80er-Jahre bis zu ihrer vorläufigen Auflösung 1997 war Soundgarden eine der erfolgreichsten US-Bands im Bereich Grunge und Alternative Rock mit mehr als zehn Millionen verkauften Tonträgern. Ihr größter Hit war „Black Hole Sun“. Nach der vorläufigen Auflösung der Band im Jahr 1997 war Cornell zunächst vor allem solo unterwegs. 2010 kam es zur Wiedervereinigung von Soundgarden, doch an die früheren Erfolge konnte die Band nicht mehr anknüpfen.

Von dpa/RND

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