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Panorama Bundeswehr-Ausbildern droht Strafverfahren
Nachrichten Panorama Bundeswehr-Ausbildern droht Strafverfahren
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22:00 03.03.2018
Bei einer Übung in der Panzertruppenschule Muster kollabierten im Juli 2017 mehrere Soldaten. Quelle: dpa
Munster

Nach dem tödlichen Bundeswehrübung im niedersächsischen Munster will die Bundeswehr ihre Ausbildungsstrukturen bundesweit untersuchen. Im Rahmen eines Marsches im Sommer 2017 waren vier Offiziersanwärter kollabiert. Einer der Rekruten verstarb später an den Folgen.

„Die Ausbildung wird insgesamt überprüft in allen Teilstreitkräften“, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums am Samstag. „Spiegel Online“ berichtete zuvor von einer Weisung des Generalinspekteurs Volker Wieker an die Inspekteure aller Teilstreitkräfte. Demnach sollen die Inspekteure vermelden, wie die Planung und Durchführung der Ausbildung läuft. Ein Ergebnis wird für Mitte März erwartet. Dann soll sich der Verteidigungsausschuss des Bundestages mit dem Thema befassen. Bereits im Koalitionsvertrag hatten sich Union und SPD darauf geeinigt, die Ausbildungsstrukturen der Bundeswehr zu überprüfen und zu entwickeln.

Nach „Spiegel“-Informationen belastet ein Gutachten von Hamburger Rechtsmedizinern die verantwortlichen Ausbilder in Munster. Der Tod des Offiziersanwärters sei dem Obduktionsbericht zufolge vermeidbar gewesen, wenn die Ausbilder ihre Fürsorgepflicht ernst genommen hätten. Auch das Kollabieren der anderen Soldaten hätte verhindert werden können. Ein erster Zwischenbericht der Bundeswehr hatte bereits zu strenge Übungspraktiken von Vorgesetzten und falsche Kleidung kritisiert.

Die zwei befehlshabenden Ausführer müssen nun mit einem Strafverfahren rechnen. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg könnte laut „Spiegel“ eine Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung oder fahrlässiger Tötung erheben.

Bei der Übung am 19. Juli 2017 mussten die Soldaten bei Temperaturen von knapp 28 Grad mit Feldjacken und Splitterschutzjacken noch eine Extra-Strecke laufen müssen. Die medizinischen Untersuchungen ergaben, dass sie einen Hitzschlag erlitten.

Vorfall in Baden-Württemberg

Am Samstag wurde zudem bekannt, dass in der Staufer-Kaserne im baden-württembergischen Pfullendorf eine mehrtägige Übung bei Minusgraden abgebrochen werden musste. Zwölf von 36 Teilnehmern seien aus verschiedenen Gründen ausgefallen, sagte ein Bundeswehr-Sprecher am Samstag.

Eine Soldatin bekam gesundheitliche Probleme und wurde zeitweise in einem Krankenhaus untersucht. Zum fraglichen Zeitpunkt sei es minus 9 Grad kalt gewesen. Die Soldaten mussten zwei Tage lang in der Kälte übernachten. Die Teilnehmerin hatte vor der Übung angegeben, Antibiotika genommen zu haben, sich für die Teilnahme an dem Lehrgang aber fit zu fühlen. Warum die anderen Soldaten den Lehrgang abbrachen, wurde nicht mitgeteilt.

Erst kürzlich war bekannt geworden, dass junge Soldaten bei einem Marsch in Pfullendorf wohl bis zur absoluten Erschöpfung getrieben wurden. Nach Angaben der Bundeswehr fand beim Ausbildungszentrum Spezielle Operationen Anfang Januar ein Geländelauf statt, den sechs Soldaten wegen körperlicher Erschöpfung oder Verletzung abbrachen. Einer musste ins Krankenhaus. Die Bundeswehr versetzte einen Ausbilder und ermittelt nun intern.

Von RND/mkr/dpa

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