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Panorama Bundesverdienstkreuz für Campino gefordert
Nachrichten Panorama Bundesverdienstkreuz für Campino gefordert
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15:01 07.05.2018
Campino hat für seine klaren Worte bei der Echo-Verleihung viel Zustimmung erhalten. Quelle: AP
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Berlin

Der Frontsänger der Toten Hosen, Campino (55), hätte nach Ansicht des Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung das Bundesverdienstkreuz verdient. „Campino sollte für sein Engagement auf der Echo-Verleihung unbedingt gewürdigt werden, am besten mit dem Bundesverdienstkreuz“, sagte Felix Klein den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Die Ehrung solle er bekommen, „weil er vielleicht sogar langfristig unsere Gesellschaft verändert hat“. Dem Antisemitismus seien „im Pop, in der Kunst, in der Gesellschaft neue Grenzen gesetzt“ worden.

Campino hatte die Rapper Kollegah und Farid Bang wegen judenfeindlicher Textzeilen bei der Echo-Gala Mitte April angeprangert. Provokation, so Campino bei der Verleihung, sei ein wichtiges Stilmittel. Habe die Provokation aber eine frauenfeindliche, homophobe, rechtsextreme oder antisemitische Form, sei seine persönliche Grenze überschritten.

1 Kollegah (r) und Farid Bang erhalten den Echo für das Album des Jahres bei der 27. Verleihung des Echos. Quelle: dpa

Klein nannte die Echo-Gala nun „ein gemeinschaftliches Versagen“. Dass im Vorfeld der Verleihung kaum einer empört gewesen sei, habe etwas mit einer Verrohung der Gesellschaft zu tun. Es sei um Kommerz gegangen. „Aber wenn die Gefühle von Holocaust-Überlebenden verletzt werden, muss Schluss sein mit dem Geschäftemachen.“

Der seit 1992 vergebene Musikpreis Echo wurde im Zuge der folgenden Antisemitismusdebatte abgeschafft. Die Bertelsmann Music Group (BMG) trennte sich von Farid Bang und Kollegah.

Klein hat sein Amt als Antisemitismusbeauftragter offiziell zum 1. Mai angetreten. Schon Ende April sagte er: „Der Fall der beiden Rapper und die darauf folgenden Reaktionen haben gezeigt, dass die grundlegenden Reflexe unserer Gesellschaft funktionieren.“

Mehr zum Thema lesen Sie hier:

– Echo-Verleihung: Buhrufe und Kritik für Kollegah und Farid Bang

– Nach Echo-Skandal: Westernhagen gibt alle Echos zurück

– Musikpreis wird reformiert: Das „Echo“ verhallt

– Kommentar: „Komplette Abschaffung wäre konsequenter“

– Echo-Skandal: Kollegah und Farid Bang wollen Auschwitz besuchen

Von RND/dpa

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