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Panorama Brandanschlag auf Berliner Moschee
Nachrichten Panorama Brandanschlag auf Berliner Moschee
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02:24 12.03.2018
Polizeibeamte stehen vor den ausgebrannten Räumen in einem Haus in Berlin, in dem ein Moscheeverein untergebracht ist. Quelle: dpa
Berlin

Auf eine Moschee in Berlin ist vermutlich ein Brandanschlag verübt worden. In dem Gotteshaus im Stadtteil Reinickendorf war in der Nacht zu Sonntag ein Feuer ausgebrochen. Verletzt wurde niemand. „Nach derzeitigen Erkenntnissen wird von einer politisch motivierten Straftat ausgegangen“, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Zeugen hätten an dem Haus an der Pankower Allee, Ecke Kühleweinstraße ein Klirren gehört und drei jugendliche Verdächtige gesehen, die Richtung Letteplatz weggelaufen seien. Eine Fensterscheibe war eingeworfen worden, der Hauptraum sei komplett ausgebrannt.

„Die meisten Räumlichkeiten unserer Moschee sind weitestgehend nicht mehr nutzbar“, teilte die Koca Sinan Camii-Gemeinde mit, die zum Ditib-Verband gehört. Gemeindemitglieder räumten am Sonntag Trümmer fort und versuchten, durchnässte Gebetbücher und Koran-Ausgaben zu trocknen. „Ein Anschlag auf ein Gotteshaus, egal aus welchem Grund, ist nicht akzeptabel und nicht hinnehmbar“, betonte die Gemeinde.

Auch in Lauffen flogen Brandsätze auf Moschee

60 Feuerwehrleute waren in der Nacht im Einsatz, um den Brand zu löschen. Bei der Polizei ermittelt der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz.

Ditib (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion) ist der Dachverband der rund 900 türkisch-islamischen Vereine in Deutschland und vertritt nach eigenen Angaben rund 70 Prozent der in Deutschland lebenden Muslime. Kritiker bemängeln die enge Bindung von Ditib an die politischen Interessen des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan.

Am Freitag hatten Unbekannte Brandsätze in eine Moschee in Lauffen in Baden-Württemberg geworfen. Bei dem Anschlag war niemand verletzt worden. Der Imam, der sich in dem Gebäude befand, konnte das Feuer selbst löschen. Diese Gemeinde gehört zur Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş.

Von RND/dpa