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Panorama 123 Kilo Kokain in Obstkisten bei Edeka entdeckt
Nachrichten Panorama 123 Kilo Kokain in Obstkisten bei Edeka entdeckt
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17:24 13.04.2018
Die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern hatten versucht, den jüngsten Fund geheim zu halten, um an die Hintermänner zu gelangen. Quelle: dpa
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Schwerin

Nach dem erneuten Fund einer großen Menge Kokain in einer internationalen Obstlieferung in Deutschland laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Das Landeskriminalamt (LKA) Mecklenburg-Vorpommern untersucht in Rampe bei Schwerin die mehr als 100 Kilogramm Drogen, die am 28. März im Edeka-Logistikzentrum Valluhn (Nordwestmecklenburg) entdeckt worden waren.

So soll der Reinheitsgrad festgestellt werden, wie eine LKA-Sprecherin am Freitag sagte. Davon sei der Wert abhängig. Nach einem Bericht der „Schweriner Volkszeitung“ soll er bis zu 24 Millionen Euro betragen.

Funde in dieser Größe sind keine Seltenheit

Ein Mitarbeiter der Logistikzentrale hatte 123 Kilogramm Kokain in mehreren Ananas-Kisten versteckt gefunden, wie die Zeitung schrieb. Nach den Worten einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft Schwerin handelte es sich um 109 Päckchen zu je etwa einem Kilogramm. Die Gesamtmenge nannte die Sprecherin nicht.

Immer wieder werden in Europa große Drogenmengen in Obstlieferungen aus Übersee entdeckt, oft Kokain. Kurz vor Weihnachten 2017 fand der Zoll im Ruhrgebiet rund 190 Kilogramm Kokain in einer Lieferung Bio-Bananen aus Südamerika. Wenige Wochen davor entdeckte die spanische Polizei in der Nähe von Cádiz im Süden des Landes fast sechs Tonnen Kokain aus Kolumbien, die in einer Lieferung Bananen aus der Stadt Medellín versteckt waren.

In einem Obst- und Gemüsehandel in Baden-Württemberg fand die Polizei im November 2017 rund 225 Kilo Kokain in einer Bananenlieferung aus Ecuador.

Die Polizei sucht weiter nach den Hintermännern

Die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern hatten versucht, den jüngsten Fund geheim zu halten, um an die Hintermänner zu gelangen. Dies gelang zwei Wochen, dann sickerten Informationen an die örtliche Zeitung durch. Festnahmen gab es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in dem Fall bisher nicht.

Staatsanwaltschaft und LKA wollten mit Rücksicht auf die Ermittlungen am Freitag keine weiteren Angaben machen. Unbestätigt blieben deshalb zunächst Informationen der „Schweriner Volkszeitung“, wonach das Kokain von Costa Rica über Amsterdam nach Valluhn gekommen sein soll. Der Drogenfund ist einer der größten in der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns.

Bundesweit haben Zoll und Polizei im vergangenen Jahr so viel Kokain sichergestellt wie nie zuvor. Das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden geht von knapp sieben Tonnen aus - mehr als dreimal so viel wie 2016. Eine genaue Bilanz liegt nach Worten einer BKA-Sprecherin noch nicht vor.

Von dpa/RND

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