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US-Fernsehpreis

Emmy für „Mad Men“ - Heidi Klum geht leer aus

Bei den 62. Emmy-Awards in den USA hat die TV-Serie „Mad Men“ zum dritten Mal in Folge den Emmy als beste Drama-Serie gewonnen. George Clooney erhielt den Ehren-Emmy für seine humanitären Einsätze, Heidi Klum ging mit ihrem „Project Runway“ leer aus.
US-Schauspielerin Jane Lynch freut sich über ihren Emmy für ihre Rolle in der Comedy-Serie "Glee".

US-Schauspielerin Jane Lynch freut sich über ihren Emmy für ihre Rolle in der Comedy-Serie "Glee".

© dpa

Am Sonntag wurden in den USA bei den 62. Emmy-Awards die Fernsehpreise in mehr als 90 Kategorien vergeben. Die TV-Serie „Mad Men“ (ab Oktober bei ZDFneo) hat zum dritten Mal in Folge den Emmy als beste Drama-Serie gewonnen. „Mad Men“ ist die Geschichte Don Drapers, Star einer New Yorker Werbeagentur Anfang der 1960er Jahre. Der begehrte Fernsehpreis für die beste Comedy-Serie ging in der Nacht zum Montag an „Modern Family“. Damit sahnte die Serie über eine turbulente Großfamilie mit den unterschiedlichsten Lebensweisen ihren ersten Emmy ab.

Die Reality-Show „Project Runway“ des deutschen Supermodels Heidi Klum ging bei der 62. Preisverleihung der US-Fernsehakademie in Los Angeles leer aus. In der Kategorie „Reality-Competition Program“ setzte sich die Koch-Show „Top Chef“ durch. Klum war auch als beste Moderatorin nominiert, doch wie schon im vergangenen Jahr holte sich erneut Jeff Probst („Survivor“) die Trophäe.

Die TV-Serie „The Pacific“ (in Deutschland bei Kabel eins), ein Drama um den Zweiten Weltkrieg in zehn Teilen, holte den Emmy in der Sparte „Miniserie“, sowie in zahlreichen Nebenkategorien. Steven Spielberg und Tom Hanks haben die beim US-Bezahlsender HBO ausgestrahlte Serie mitproduziert.

Fünf Emmys gingen an „Temple Grandin“ als bester Fernsehfilm, für Regie und an die Darsteller Claire Danes, Julia Ormond und David Strathairn. Der Film schildert das Leben der hochbegabten US-Tierforscherin und Autistin Temple Grandin.

Hollywoodstar Al Pacino (70) holte sich mit der Hauptrolle in dem TV-Drama „You Don’t Know Jack“ seinen zweiten Emmy. Unter der Regie von Barry Levinson verwandelt sich Pacino in den amerikanischen Sterbehilfe-Arzt Jack Kevorkian. Der als „Dr. Tod“ bekanntgewordene Mediziner war 2007 nach achtjähriger Haft aus dem Gefängnis entlassen worden. Er war als Gast bei der Show dabei.

Edie Falco, die bereits drei Emmys als „Sopranos“-Darstellerin gewonnen hatte, nahm nun ihre vierte Trophäe für ihre Rolle in der Comedy-Serie „Nurse Jackie“ entgegen. Darin glänzt Falco als Krankenschwester Jackie Peyton in der stressigen Notaufnahme eines Krankenhauses.

Jane Lynch nahm für ihre Nebenrolle in der schmissigen High-School-Comedy „Glee“ einen der begehrten Fernsehpreise entgegen. Eine weitere Trophäe ging an „Glee“-Regisseur Ryan Murphy.
Die Emmys in 104 Kategorien wurden zum 62. Mal von der Amerikanischen Fernsehakademie verliehen. Während der dreistündigen Show wurden 26 Hauptpreise verteilt, die übrigen Gewinner hatten ihre Trophäen schon vorab erhalten.

Rund 15 Jahre nachdem er durch die TV-Serie „Emergency Room - Die Notaufnahme“ berühmt wurde, ist Hollywoodstar George Clooney bei der Verleihung der US-Fernsehpreise mit einem Ehren-Emmy ausgezeichnet worden. Der 49-jährige Oscar-Preisträger erhielt am Sonntag in Los Angeles den „Bob Hope Award“ für seinen Einsatz für die Opfer des Hurrikan „Katrina“ vor fünf Jahren, des Erdbebens in Haiti Anfang des Jahres sowie in der westsudanesischen Krisenregion Darfur.

Clooney rief den Saal auf, dafür zu sorgen, dass die Menschen in Krisengebieten nicht vergessen werden, „wenn die Kameras schon längst wieder weg sind“. „Kurz nach einer Katastrophe will jeder helfen. Schwer wird es nach sieben Monaten, nach fünf Jahren“, sagte Clooney. Er suche nach „intelligenten Leuten“, die ihm Wege zeigen könnten, „wie das Scheinwerferlicht“ auf katastrophale Zustände gerichtet bleiben könnte, sagte der Schauspieler weiter.

dpa/afp


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