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Der „Satan“ aus dem Netz

Der neue München-„Tatort“ Der „Satan“ aus dem Netz

Der neueste „Tatort“ mit Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec übt Kritik an den Abgründen des Internets und ist spannend inszeniert.

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Leitmayr und Batic überwältigen einen Verdächtigen.

Quelle: ARD

Hannover. Ein bisschen Medienschelte kann ja nie schaden. Im Internet beispielsweise finden sich mittlerweile immer mehr Videoclips, in denen Menschen bloßgestellt, gedemütigt und der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Mit diesem Phänomen, das es unter dem Etikett „Reality TV“ etwas abgeschwächt auch bei privaten Fernsehsendern gibt, beschäftigt sich nun der neuste Münchener „Tatort - Allmächtig“.

Der Star („heute-show“-Reporter Alexander Schubert) einer kleinen bayerischen Internet-firma ist spurlos verschwunden. Die Spezialität des Mannes, der sich selber Anast (Anagramm für „Satan“) nennt, sind professionell gemachte Filmberichte, in denen er Leute auf vermeintlich lustige Weise an den Pranger stellt. Dafür liebt ihn seine große Fan-Gemeinde. Andere wiederum hassen ihn. Der Verdacht liegt nah, dass der Mann ermordet worden ist. Ein Fall also für die beiden Münchener Kommissare Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Ivo Batic (Miroslav Nemec), die bei ihren Ermittlungen mit Anasts Opfern konfrontiert werden, aber auch mit einem Priester (Ernst Stötzner), der sich engagiert um sie gekümmert hat.

Obwohl der Zuschauer recht schnell die Hintergründe des Falls ahnt, ist der Film nie langweilig. Dafür ist er einfach zu gut erzählt und von Jochen Alexander Freydank, der 2009 mit dem Kurzfilm-Oscar ausgezeichnet worden ist, auch optisch zu überzeugend inszeniert. Sogar die in Krimis sonst fast schon üblichen Klischees beim Thema Internet werden geschickt umgangen. Lediglich gegen Ende erliegt der Regisseur zu sehr seiner offensichtlichen Schwäche für amerikanische Action-Serien.

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