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Netzwelt Wie regelt man sein digitales Erbe richtig?
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14:15 21.06.2018
Vollmacht für den digitalen Nachlass. Quelle: dpa-tmn
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Hannover

Soziale Netzwerke, E-Mail-Konten, Onlinespeicher oder Streamingdienste: Wenn jemand stirbt, bleiben die Accounts erst einmal bestehen. Angehörige haben dann oft ihre liebe Not, Zugriff zu bekommen. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) nennt die wichtigsten Tipps, die man bei der Regelung des digitalen Nachlasses beachten sollte.

Schon vorher kümmern

Entscheidend ist, dass man sich schon zu Lebzeiten um den eigenen digitalen Nachlass kümmern muss. Hinterher können sonst für Angehörige Probleme entstehen.

Liste machen

„Fertigen Sie eine Übersicht aller Accounts mit Benutzernamen und Kennworten an“, rät der vzbv. Am Besten speichert man diese Informationen dann auf einem verschlüsselten oder mit Kennwort geschütztem USB-Stick. Den sollten Sie dann an einem sicheren Ort deponieren – zum Beispiel in einem Tresor. Die Liste sollte immer aktuell sein.

Vollmacht für Nachlassverwalter ausstellen

Eine Person sollte als digitaler Nachlassverwalter bestimmt werden. Für sie sollten Sie eine Vollmacht ausstellen: Darin regeln Sie, wie mit Ihrem digitalen Nachlass umgegangen werden soll. Was soll gelöscht werden? Was passiert mit den Accounts? Was mit Fotos? Auch was mit den Endgeräten, also Computer, Smartphones oder Tablets, geschehen soll, sollte darin bestimmt sein.

Die Vollmacht muss handschriftlich verfasst sein, braucht ein Datum und den Hinweis, dass sie „über den Tod hinaus“ gelte, erklärt der vzbv. Auf Facebook und für die Google-Dienste kann man zum Beispiel auch einen Nachlasskontakt benennen.

Wenig Bewusstsein für das Problem

Nur wenige Internetnutzer haben sich schon darum gekümmert, was nach ihrem Tod mit ihren Online-Konten passieren soll. Das zeigt eine repräsentative YouGov-Umfrage. Nicht einmal jeder Zehnte (8 Prozent) hat demnach für Hinterbliebene Zugangsdaten zu allen Diensten und Online-Konten hinterlegt. Weitere 4 Prozent haben zumindest bei einigen Diensten Vorkehrungen für den Todesfall getroffen. Fast jeder Zweite (45 Prozent) war sich der Problematik dagegen bislang nicht bewusst.

Von asu/dpa/RND

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