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Netzwelt Was ist Cyberkriminalität – und wie verbreitet ist sie?
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16:06 20.06.2018
Symbolfoto Internetkriminalität. Quelle: imago/epd
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Hannover

Cybercrime, das klingt nach manipulierten Wahlen, abgeschalteten Stromnetzen und groß angelegten Hackerangriffen. Doch Cyberkriminalität kann nicht nur Konzerne und Staaten treffen: Identitätsdiebstahl, Cyber-Mobbing, Abzocke beim Online-Shopping – auch das ist Cyberkriminalität.

Ganz allgemein zählt ein Verbrechen dann zur Kategorie „Cybercrime“, wenn es sich „moderner Informationstechnologie“ bedient. Heißt: Wird jemand statt mit einem Brief, per E-Mail bedroht, dann ist das schon Cyberkriminalität. Im engeren Sinne zählen zur Cyberkriminalität dagegen Straftaten, die sich gegen Daten, Internet oder beispielsweise Datennetze richten. Die Hackerangriff auf die deutschen Energieversorger, vor denen das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik vor Kurzem warnte, gehören zum Beispiel dazu.

Wie verbreitet ist Cyberkriminalität?

Der Digitalverband Bitkom hat 2017 in einer Befragung herausgefunden, dass jeder zweite deutsche Internetnutzer in den vergangenen 12 Monaten Opfer von Cybercrime geworden war. Dabei entstand in jedem zweiten Fall ein finanzieller Schaden, zum Beispiel weil ein Reparaturdienst hinzugezogen werden musste oder bezahlte Waren nicht ankamen.

Das häufigste Delikt: Computer, die mit einer Schadsoftware infiziert wurden (43 Prozent). Vom Zugangsdaten-Diebstahl war rund jeder fünfte betroffen, genau wie von der illegalen Nutzung persönlicher Daten (18 Prozent). Betrug beim Online-Shopping oder Online-Banking hatte jeder sechste erlebt. Und auch von massiven Beleidigungen (8 Prozent) und sexueller Belästigung (5 Prozent) berichteten die Befragten.

Allerdings scheinen die Betroffenen kaum darauf zu reagieren: Zwei Drittel der Betroffenen unternahmen nichts, nach dem sie Opfer von Cyberkriminalität wurden. Weil sie glauben, dass die Täter sowieso nicht geschnappt werden, wenden sich viele zum Beispiel nicht an die Polizei.

Die Dunkelziffer ist hoch

Aus diesem Grund muss man davon ausgehen, dass die Dunkelziffer für Cybercrime hoch ist. Oft bemerken Geschädigte auch gar nicht, dass sie das Opfer einer Cyber-Straftat geworden sind – oder die Attacke war nicht erfolgreich. Doch sicher ist: Die Fallzahlen steigen. „Im Phänomenbereich Cybercrime ist – wie in kaum einem anderen Deliktsbereich – eine kontinuierlich steigende Kriminalitätsentwicklung zu verzeichnen“, heißt es auf der Website des Bundeskriminalamts.

82.649 Fälle von Cybercrime im engeren Sinne listet das Bundeslagebild Cybercrime 2016, das auf Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik beruht. Darunter sind zum Beispiel 972 Fälle von Ransomware. Bei insgesamt 253.290 Fällen war das Internet Tatmittel, zum Beispiel wenn darüber Drogen verkauft wurden.

Von Anna Schughart/RND

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