Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Netzwelt So fröhlich feiert das Netz den Muttertag
Nachrichten Medien Netzwelt So fröhlich feiert das Netz den Muttertag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:09 14.05.2017
Fernab von Blumen & Co.: Das Netz zelebriert den Muttertag mit Humor.  Quelle: Twitter
Berlin

Am Muttertag scheiden sich ja bekanntlich die Geister: die einen hassen ihn, die anderen überschütten ihre liebste Mutter mit Blumen, Pralinen, lieben Wünschen – oder zumindest mit einem warmen Händedruck. Tatsächlich sind viele Deutsche der Meinung, dass der Muttertag zu kommerzialisiert sei. 70 Prozent der 1037 Erwachsenen, die vom YouGov-Institut befragt wurden, stimmten dieser Aussage zu. 75 Prozent meinten allerdings auch, dass der Muttertag eine schöne Gelegenheit sei, sich bei der eigenen Mutter zu bedanken. Das muss nicht immer mit Geschenken verbunden sein. Nur rund die Hälfte der Erwachsenen bis 44 Jahren gab an, zu Muttertag etwas verschenken zu wollen. Ganz vorne standen Blumen. Es folgten Süßigkeiten, etwas Nützliches, ein gutes Essen oder etwas anderes.

KILL BILL am #Muttertag

Oh ja, diese Mami ist tatsächlich hellwach! #Muttertag TARANTINO XX: amzn.to/204xP10

Gepostet von ARTHAUS am Sonntag, 14. Mai 2017

Recht bunt und munter wird der Muttertag auch im Netz abgefeiert – hier reicht die Bandbreite der Beiträge von triefig- anrührend bis sarkastisch-humoresk: Eine recht drastische Variante hat „Arthaus“ gewählt: Das Filmportal beglückwünscht alle Mütter mit einer Szene aus dem Tarantino-Gemetzel „Kill Bill“ – darin ist Hauptdarstellerin Uma Thurman zunächst lieblich-kuschelnd mit ihrer kleinen Tochter im Bett zu sehen – ganz fürsorgliche Mami eben –, ehe sie direkt im Anschluss im Kampfanzug das Säbel schwingt – reichlich Blut inklusive. Dazu der Gruß: „Oh ja, diese Mami ist tatsächlich hellwach.“

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund geht den Tag der heiligen Mutter dagegen geradezu klassisch an: „Borussia Dortmund wünscht allen Müttern einen schönen Muttertag.“ Dazu im Bild ein liebliches Set mit zwei Borussen-Kaffeetassen, Blümchen und Kuchen – in Vereinsfarben versteht sich.

Kurios ist, was sich ein Twitter-User namens Erich Honecker ausgedacht hat: Über einer alten Heino-Platte mit dem triefigen Titel: „Liebe Mutter... Ein Blumenstrauß, der nie verwelkt“, schreibt dieser „Der Brauch in der BRD, Mütter am #Muttertag zu erschrecken, ist uns gänzlich fremd, Genossen!“

Das Satireportal „Der Postillon“ fürchtet gar „Alkoholexzesse und Gewalt“ zum Muttertag und zeigt dazu eine mit Schnaps-Bollerwagen umherziehende Mütter-Meute.

Die Einführung des Muttertags als Feiertag geht auf eine Kampagne der US-Frauenrechtlerin Anna Jarvis zurück, die sie nach dem Tod ihrer Mutter 1905 startete. Den ersten deutschen Muttertag gab es 1923, organisiert vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber.

Von RND/caro/dpa