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Netzwelt Lynchjustiz nach WhatsApp-Falschmeldungen
Nachrichten Medien Netzwelt Lynchjustiz nach WhatsApp-Falschmeldungen
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13:41 26.06.2018
Das Logo der Messenger-App WhatsApp. Quelle: dpa
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Mumbai

Zwei Männer werden von einem Mob verprügelt. Die Meute glaubt, sie gehören zu einer Gruppe von 500 Menschen, die – verkleidet als Bettler – Menschen umbringt, um ihnen die Organe zu entnehmen. Davor warnt eine WhatsApp-Nachricht, die gerade die Runde macht. Doch die beiden Männer sind unschuldig. Die WhatsApp-Nachricht war ein Fake.

Der Vorfall, der sich vergangene Woche im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh ereignete, und über den die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, ist kein Einzelfall. Erst vor wenigen Wochen sei ein 26-jähriger Mann von einer Gruppe gelyncht worden, schreibt Reuters. Eine WhatsApp-Nachricht hatte zuvor vor 400 Kidnappern gewarnt.

Insgesamt hätten WhatsApp-Nachrichten über vermeintliche Kidnapper in diesem Jahr dazu geführt, dass mehr als ein Dutzend Menschen von Gruppen verprügelt wurden – dabei sollen mindestens drei der Opfer gestorben sein.

WhatsApp will besser aufklären

Laut einem Statement kennt WhatsApp – das zu Facebook gehört – das Problem. Um es zu lösen, will WhatsApp unter anderem Menschen aufklären, so dass sie Falschmeldungen besser erkennen können.

Auch in Deutschland gehen regelmäßig Falschmeldungen auf WhatsApp um. Vor Kurzem lockte zum Beispiel ein vermeintliches Gewinnspiel mit Tickets für das WM-Finale.

Von asu/RND

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