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Netzwelt Fünf Akku-Mythen auf dem Prüfstand
Nachrichten Medien Netzwelt Fünf Akku-Mythen auf dem Prüfstand
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21:46 10.08.2018
Akkus moderner Smartphones müssen nicht immer ganz aufgeladen werden. Quelle: Foto: Andrea Warnecke/dpa
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München

Nicht voll aufzuladen schadet dem Akku – zu oft ein- und ausstöpseln aber auch? Weit gefehlt, beide vermeintlichen Weisheiten gehören ins Reich überholter Akku-Mythen. Ein Überblick.

Der Memory-Effekt: Eine Batterie soll immer möglichst leer sein, bevor sie aufgeladen wird, heißt es oft. Für moderne Smartphone-Akkus gilt das aber nicht, da sie Lithium-Ionen-Akkus haben, erläutert die Zeitschrift „Connect“. Nickel-Kadmium-Akkus hingegen können durch zu frühzeitiges Aufladen auf Dauer an Kapazität einbüßen.

Falsche Netzteile: Es gibt kein falsches Netzteil bei Smartphones, die per USB-Kabel geladen werden. Eine vorgeschaltete Ladeelektronik lässt nur einen definierten Energiefluss durch. Man kann alle passenden Netzteile nutzen und auch iPhones mit Android-Ladegeräten laden. Allerdings unterstützen nicht alle Smartphones die gleichen Schnellladetechniken. Im Zweifel dauert es mit einem fremdem Ladegerät also länger.

Beim ersten Mal richtig aufladen: Der erste Ladevorgang eines neuen Smartphones muss nicht sonderlich lang sein, vollständig muss man das Gerät auch nicht laden. Diese Ansicht stammt aus der Zeit älterer Akku-Technik, moderne Lithium-Ionen-Akkus hingegen bekommen davon keine bessere Leistung. Man kann beim ersten Mal komplett laden – man muss es aber nicht.

Zu oft ein- und ausstöpseln schadet dem Akku: Stimmt auch nicht. Laut „Connect“ halten Akkus zwar nur eine bestimmte Anzahl an Ladezyklen durch. Ein Ladezyklus kann aber auch aus mehreren Ladevorgängen bestehen.

Immer ganz aufladen: Muss man auch nicht. Tatsächlich liegt der perfekte Ladezustand eines Akkus bei 30 bis 70 Prozent. Mehrere kurze Ladevorgänge können auf Dauer sogar besser für den Akku sein, als jedes Mal bis auf 100 Prozent aufzuladen.

Von Simon Nagel

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