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Netzwelt Facebook soll Regeln für Journalisten und Wissenschaftler ändern
Nachrichten Medien Netzwelt Facebook soll Regeln für Journalisten und Wissenschaftler ändern
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00:16 11.08.2018
Sollen Journalisten falsche Facebook-Accounts zur Recherche nutzen dürfen? Quelle: Steinach/imago
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Menlo Park

Eigentlich ist Facebook gerade bemüht, stärker gegen Fake-Profile vorzugehen. Erst Anfang August löschte das Unternehmen 32 Nutzerkonten und Seiten auf Facebook und Instagram, weil sie propagandistische Ziele verfolgten und offenbar gefälscht waren. Auch nach dem Skandal um Cambridge Analytica bemüht sich das Unternehmen derzeit, – aus gutem Grund – Daten besser vor Dritten zu schützen.

Doch die Bemühungen für mehr Sicherheit und Transparenz haben auch negative Konsequenzen – zumindest aus Sicht einiger US-amerikanischer Wissenschaftler und Journalisten. In einem Brief an Mark Zuckerberg fordern sie den Facebook-Chef dazu auf, eine Ausnahmeregel für ihre Forschung und Recherchen zu schaffen.

Wichtige Recherchewerkzeuge sind verboten

Die Nutzungsbedingungen hinderten sie bei der Untersuchung von Facebook daran, zwei digitale Investigations-Werkzeuge zu verwenden. Da sind zum einen temporäre Recherche-Accounts, in denen Journalisten und Wissenschaftler zum Beispiel angeben, einer anderen politischen Richtung nahe zu stehen, um zu sehen, wie sich das auf die angezeigte Werbung auswirkt. Und zum anderen die automatische Sammlung öffentlicher Informationen – auch Scraping genannt.

Wer als Wissenschaftler oder Journalist diese Tools verwende, verstoße gegen die Nutzungsbedingungen – und riskiere in den USA sogar, sich strafbar zu machen, schreibt das Knight First Amendment Institute der Columbia University, das auch den Brief an Zuckerberg verfasst hat. Das wiederum würde aber gegen den 1. Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten verstoßen, der unter anderem die Pressefreiheit regelt.

Wie Facebook reagieren wird, ist noch unklar

Die Arbeit der Wissenschaftler und Journalisten sei wichtig, um Facebook selbst untersuchen zu können: „Wir müssen besser verstehen, wie Facebooks menschliche und algorithmische Entscheidungen den öffentlichen Diskurs beeinflussen und unsere Demokratie formen“, sagte Jameel Jaffer, Executive Director des Knight Institute.

Facebook begrüße die Empfehlungen, sagte eine Facebook-Mitarbeiterin laut der New York Times. Ob das Unternehmen sie auch übernehmen würde, lies sie dagegen offen.

Von asu/RND

Ein falsches Facebook-Profil anlegen, das erlauben die Facebook-Nutzungsbestimmungen eigentlich nicht. Doch für manche Wissenschaftler und Journalisten ist das ein wichtiges Recherche-Werkzeug. Sie wollen, dass Facebook für sie die Regeln ändert.

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