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Medien „Fire and Fury“ – Autor widerspricht Bannon
Nachrichten Medien „Fire and Fury“ – Autor widerspricht Bannon
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18:08 08.01.2018
Begehrt und umstritten: „Fire and Fury“, das Enthüllungsbuch über die Trump-Präsidentschaft. Quelle: dpa
Washington

Der Autor des aufsehenerregenden Buches über das erste Jahr der US-Präsidentschaft von Donald Trump hat einer Klarstellung des früheren Trump-Beraters Stephen Bannon widersprochen. Bannons heikle Aussagen, die den US-Präsidenten besonders erzürnt hatten, hätten nicht Wahlkampfmanager Paul Manafort, sondern eindeutig dem Präsidentensohn Donald Trump jr. gegolten, sagte Michael Wolff am Montag in der MSNBC-Sendung „Morning Joe“.

In „Fire and Fury: Inside the Trump White House“ lässt Wolff Bannon ein Treffen zwischen Trump jr., hochrangigen Wahlkampfmitarbeitern von Trump und einer russischen Anwältin im Trump Tower als „verräterisch“ und „unpatriotisch“ beschreiben. Trump sagte daraufhin, Bannon habe nicht nur seinen Job im Weißen Haus, sondern auch seinen Verstand verloren.

Bannon versuchte am Sonntag, seine Erklärung gerade zu rücken. Die Worte „verräterisch“ und „unpatriotisch“ hätten nicht Trump jr. gegolten, sondern Trumps früherem Wahlkampfchef Manafort. Ihm tue es leid, dass er diesen Fehler des Autoren nicht früher klargestellt habe, erklärte er. Trump jr. sei in Wirklichkeit „sowohl ein Patriot als auch ein guter Mann“.

In dem gerade veröffentlichten Buch wird der 45. Präsident der USA als undiszipliniertes großes Kind dargestellt, das die Bedeutung der Präsidentschaft nicht versteht und dessen Kompetenz von Beratern angezweifelt wird. Diese Vorwürfe sind nicht neu: In den vergangenen Monaten hatten Gegner Trump wegen seiner oft launischen und sich wiederholenden Antworten sogar eine frühe Form von Altersdemenz attestiert. Doch laut dem Buch sollen nicht nur Gegner, sondern auch enge Mitarbeiter seinen Geisteszustand anzweifeln.

Trumps führende Berater und das Weiße Haus verteidigten den Präsidenten vehement. Das Buch wurde als Fiktion bezeichnet, ein Anwalt von Trump versuchte, die Veröffentlichung von „Fire and Fury“ mit einer Unterlassungsaufforderung zu stoppen.

Trotz des Drucks des Weißen Hauses gab der Verleger des Buches auch am Montag nicht klein bei. Jegliche Versuche von Trump, gegen das Werk vorzugehen, seien „offenkundig verfassungswidrig“, schrieb der Geschäftsführer von Macmillan Publishers, John Sargent, in einem Brief an Unternehmensmitarbeiter. Das der deutschen Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck untergliederte Macmillan-Unternehmen ist die Dachorganisation des Verlags Henry Holt, der das Buch Ende vergangener Woche veröffentlicht hatte.

Von RND/AP

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