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Wie Netflix mit „Bright“ Kurs aufs Kino nimmt

Fantasy-Spektakel mit Will Smith Wie Netflix mit „Bright“ Kurs aufs Kino nimmt

Es ist der bislang teuerste Film des Streamingdienstes: Der Fantasyfilm „Bright“ mit Will Smith. 2018 sollen 80 weitere Filme folgen – mit anderen Stars.

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Ork und Mensch: Joel Edgerton (l.) und Will Smith.

Quelle: Netflix

Berlin. Neulich war Will Smith bei dem US-Talkshow-Moderator Conan O’Brien zu Gast. Der fragte den Hollywooddarsteller: „Sie pflegen sich Ihren neuen Film bei der Eröffnung im Kino anzusehen. Wie machen Sie das bei Ihrem jüngsten Film?“ Smith antwortete grinsend: „Da muss ich wohl zu den Zuschauern nach Hause kommen.“ Denn der aktuelle Film von Smith, „Bright“, läuft bei Netflix und spielt in einer magischen Parallelwelt. Während die Elfen in Los Angeles die Elite stellen, leben die Orks in Gettos, protestieren mit Street-Art gegen ihre Unterdrückung und emanzipieren sich allmählich.

Der erste Ork im Polizeidienst (Joel Edgerton) wird Smiths Partner. Der Film kombiniert Action mit Anspruch: Probleme der Menschengesellschaft wie Rassismus, Vorurteile und Machtkampf werden hier gespiegelt. Der Weltenentwurf steckt zudem voller Witz. Feen etwa sind garstige Wesen, die wie Ungeziefer aus den Vorgärten vertrieben werden.

Das Fantasyspektakel, in dem die aus der Millennium-Trilogie bekannte Noomi Rapace eine böse Kampfelfe spielt, ist mit 100 Millionen Dollar Netflix’ bislang teuerste Produktion. Der Film steht für eine neue Strategie: Nach dem Fernsehen konzentriert sich der Streaminganbieter nun aufs Kino. Vor zwei Jahren produzierte Netflix mit „Beasts of No Nation“ seinen ersten Spielfilm.

Netflix-Programmdirektor Ted Sarandos hat 80 neue Filme für 2018 angekündigt – 20 mehr als im Vorjahr. Bekannt sind etwa das Scifi-Drama „Mute“ von „Warcraft“-Regisseur Duncan Jones, der Apokalypse-Thriller „Cargo“ mit Martin Freeman sowie der Gangsterthriller „The Irishman“ von Martin Scorsese mit Al Pacino und Robert De Niro. Will Smith ist also nicht der einzige Star, der seine Premierenrituale ändern muss.

Von Nina May/RND

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