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Fernsehen „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ wird Serie
Nachrichten Medien Fernsehen „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ wird Serie
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08:00 03.11.2017
Hat Großes vor: Mindy Kaling will eine der bezaubernsten Britkomödien zu einer Serie mit möglicherweise mehreren Staffeln erweitern. Quelle: Foto: AP
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London

Mike Newells „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ sprüht auch noch 23 Jahre nach seiner Uraufführung von Dialogzeile zu Dialogzeile Funken. Auf diesen Film folgte eine ganze Welle von Hochzeitsfilmen, doch keiner hatte mehr Gespür für echtes Leben, dafür, menschliche Momentchen humorig zu beleuchten. Ein Film, den man man so oft ansehen kann wie das unkaputtbare „Dinner for one“.

Mindy Kaling plant Neuauflage mit Matt Warburton

Der Streamingdienst Hulu hat jetzt eine Anthologieserie zu „Vier Hochzeiten ...“ angekündigt. Die britische Schauspielerin Autorin und Serienschöpferin Mindy Kaling plant die Serie nach dem Komödienklassiker gemeinsam mit Matt Warburton, der schon ihre Serie „The Mindy Project“ über eine junge Frauenärztin produzierte.

In dem Originalfilm von 1994 wird von einer Gruppe von Freunden erzählt, die sich vornehmlich auf Hochzeiten, dann aber auch auf der Beerdigung eines Freundes wiedersieht. Im Mittelpunkt steht die zögerlich sich entwickelnde Liebesgeschichte zwischen dem Engländer Charles (Hugh Grant) und der Amerikanerin Carrie (Andie MacDowell).

Das Original punktete in den USA und in Frankreich

„Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ wurde damals relativ rasch in 35 Tagen gedreht, das Budget ließ nicht einmal zu, die „schottische Hochzeit“ des Films auch in Schottland zu drehen. Andie MacDowell ließ sich ihre Gage in Beteiligungen auszahlen, was ihr am Ende zwei Millionen Dollar einbrachte – deutlich mehr als die 100 000 Dollar, mit denen sich Hugh Grant begnügen musste. Der Film spielte weltweit 260 Millionen Dollar ein, war der erste britische Film seit „Ein Fisch namens Wanda“ (1988), der an die Spitze der US-Kinocharts gelangte, und war der erste britische Film überhaupt, der den Auslands-César gewann, das französische Pendant zum Oscar.

Hugh Grant hatte während der Dreharbeiten das Gefühl, der Film werde schrecklich. Und dann fügte sich alles doch zum Guten. „Vier Hochzeiten ...“ bedeutete für den Meister des schüchtern-koketten Liebesblinzelns den Durchbruch zum Weltstar.

Im Trend: Filmstoffe als Grundlage für Serien

Die Serienversion soll die Struktur des Films beibehalten und seine Charaktere durch die diversen schönen und weniger schönen Feierlichkeiten des Filmtitels begleiten. Ein detailliertes Konzept ist noch nicht bekannt, auch nicht welche Schauspieler in der Serie mitwirken werden. Hulu ist auch die Serienheimat von „The Mindy Project“, die Rechteinhaber des Stoffs MGM TV waren bereits an den Fernsehadaptionen der Filme „Fargo“ und „The Handmaid’s Tale“ beteiligt. Schon viele Filmstoffe wurden in jüngster Zeit zu Serien verarbeitet, unter anderem „From Dusk Till Dawn“, „Sleepy Hollow“, „Psycho“ („Bates Motel“) oder „Das Schweigen der Lämmer“ („Hannibal“).

Von Matthias Halbig / RND

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