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Fernsehen Miserable Quoten: So spaltet der „Tatort“ das Netz
Nachrichten Medien Fernsehen Miserable Quoten: So spaltet der „Tatort“ das Netz
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13:17 06.08.2018
Reto Flückiger (Stefan Gubser) und Liz Ritschard (Delia Mayer) ermittelten im "Tatort: Die Musik stirbt zuletzt". Quelle: SRF/Hugofilm/ARD
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Hannover

Der erste „Tatort“ nach der Sommerpause sorgte in den sozialen Netzwerken für ganz unterschiedliche Reaktionen. Die Kommissare Liz Richard (Delia Mayer) und Reto Flückinger (Stefan Gubser) ermittelten nach einem Giftanschlag – der Klarinettist des argentinischen „Jewish Chamber Orchestra“ wurde bei einem Benefiz-Konzert vergiftet.

Ob Einzelkämpfer, dynamisches Duo oder mehrköpfige Truppe: Die Tatort-Ermittler sind in der ganzen Republik und darüber hinaus im Einsatz. Hier finden Sie alle derzeit tätigen Spürnasen im Überblick.

„Die Musik stirbt zuletzt“ wurde komplett in einer einzigen Kameraeinstellung gedreht, ohne Schnitt und in Echtzeit. Beim Kurznachrichtendienst Twitter gab es dafür viel Lob: „90 schnittfreie Minuten muss man so professionell erst mal durchspielen. Hochachtung, Respekt, Hut ab“, schrieb ein Nutzer. Mehr als 200 Zuschauer gaben dem Tweet ein Herzchen.

Ein Nutzer kritisierte das Konzept: Es sei wohl „reichlich digitale Nachbearbeitung im Spiel gewesen“. Ihm war aufgefallen, dass sich der Kameramann nicht im Glasaufzug gespiegelt hatte.

Der experimentelle, in nur einem Take aufgenommene Krimi sorgte, wie fast immer, für grundsätzliche Kritik an den Machern des „Tatorts“: „Wisst ihr noch damals, als der Tatort noch ein Krimi war und kein Kunstwerk sein wollte/musste“, fragte eine genervter Nutzer.

Auch die Debatte um den Rundfunkbeitrag durfte natürlich nicht fehlen: „Immer wieder „toll“, für was fürn Scheiss wir GEZ-Gebühren bezahlen müssen“, regte sich ein Zuschauer auf.

Bei Facebook gab es Hunderte Beschwerden über den Ton – die inhaltliche Diskussion rückte in den Hintergrund. „Der Ton ist eine Katastrophe. Note 6 an euch“, schrieb eine Nutzerin zu einem Foto von Richard und Flückinger. Zahlreiche Zuschauer regten sich mit ihr auf, verteilten wütende Smileys. Immer wieder betonte die ARD, der Ton laufe störungsfrei – sehr zur Verärgerung vieler Zuschauer. Schlechter Ton könne unzählige verschiedene Gründe haben, hieß es.

Bühne frei für den ersten "Tatort" der Saison, gedreht in nur einem Take! "Die Musik stirbt zuletzt" – JETZT im Ersten...

Gepostet von Tatort am Sonntag, 5. August 2018

Anders als bei Twitter gab es für „Die Musik stirbt zuletzt“ überwiegend positives Feedback. Besonders für Regisseur und Drehbuchautor Dani Levy: „Ganz großes Kino – ich war fasziniert von Anfang an. Kompliment an Regie, Schauspieler und Kamera!“

Obwohl die Kritik im Vorfeld größtenteils positiv ausfiel, schalteten nur wenige Zuschauer überhaupt erst ein: Nur 4,79 Millionen sahen den Krimi – so wenige Zuschauer wie seit Jahren schon nicht mehr, wie der Branchendienst DWDL errechnete. Das lag jedoch wohl auch an der Ferienzeit. Vor einem Jahr startete der „Tatort” erst Ende August in die neue Spielzeit. Damals sahen dann auch schon 8,26 Millionen Menschen zu.

Die ARD begründete den frühen Ausstrahlungstermin damit, dass im Luzerner Konzerthaus, in dem die aktuelle Folge spielte, in wenigen Tagen ein Kultur-Sommer-Festival startet.

Von RND

Die Sommerpause ist zu Ende und am Sonntag startet die neue „Tatort“-Saison gleich mit einem besonderen Krimi: Er wurde in nur einer Kameraeinstellung gedreht. Für den Film „Die Musik stirbt zuletzt“ lohnt es sich, den Biergarten oder heimischen Balkon zu verlassen und den Fernseher einzuschalten.

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