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Fernsehen MDR Sachsen nimmt Stellung zum Protest gegen Radiosendung
Nachrichten Medien Fernsehen MDR Sachsen nimmt Stellung zum Protest gegen Radiosendung
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17:31 18.04.2018
Streitthema politische Korrektheit: Die Debatte zeigt, wie emotional aufgeladen das Thema ist. Quelle: dpa

Der MDR Sachsen hat in der Radiosendung „Dienstags direkt“ zum Diskussionsthema politische Korrektheit Frauke Petry eingeladen und damit einen Entrüstungssturm entfacht. Laden Sie demnächst Erdogan zum Thema Pressefreiheit ein oder Kim Jong Un zum Thema Abrüstung?

Ganz bestimmt nicht – schon allein, weil die beiden nicht aus unserem Sendegebiet kommen. Wir wollten mit der Sendung erreichen, mit verschiedenen Interessensgruppen ins Gespräch zu kommen. Der Wille, unterschiedliche Meinungen anzuhören, ob man sie nun gut oder schlecht findet, geht in unserer Gesellschaft immer mehr verloren. Wir wollten einen Beitrag dazu leisten, die Menschen aus ihren Filterblasen herauszuholen.

Die politische Korrektheit ist ein Kampfbegriff von AfD und Co. Geben Sie nicht allein mit der Auswahl des Themas rechtspopulistischen Forderungen eine Bühne?

Wir haben uns zu dieser Frage im Vorfeld viele Gedanken gemacht. Ich glaube aber, dass das Thema viele Menschen in Sachsen bewegt. Mit zweien der Gäste – Frauke Petry und der Linken-Politikerin Kerstin Köditz – haben wir übrigens bereits Interviews geführt, die wir auf unserer Website veröffentlicht haben. Deshalb hat uns die Menge und Heftigkeit der Twitter-Reaktionen ehrlich gesagt überrascht. Das waren zum Teil wüste Beschimpfungen, die unter die Gürtellinie zielten.

Sie waren in Ihrer Sprachwahl aber auch nicht gerade sensibel. In einer Programmankündigung hieß es: „Darf man heute noch Neger sagen?“ Köditz monierte, dass die Debatte dadurch vorab in bestimmte Bahnen gelenkt wurde. Was sagen Sie dazu?

Wir meinten das als rhetorische Frage. Das war ein Fehler. Es tut uns leid, mit der Wortwahl Menschen verletzt zu haben. Im Übrigen verwendet Frau Köditz diesen Begriff in ihrem Vorabinterview selbst.

Köditz sagte kurzfristig ab, ebenso der Soziologe Robert Feustel. Hätten Sie die Sendung sonst laufen lassen – trotz des Protests?

Ja. Wir hätten den Protest in der Sendung thematisiert. Die Absage von Frau Köditz bedauere ich sehr.

In Ihrer Mitteilung heißt es nun, es werde nach einem neuen Sendetermin gesucht. Wie ist der aktuelle Stand?

Die Sendung soll an einem anderen Dienstag stattfinden, Details und ein neuer Sendetermin stehen noch nicht fest. Wir wollen zunächst mit den ursprünglichen Gästen sprechen und sie bitten, doch noch teilzunehmen. Und auf jeden Fall wollen wir jemanden einladen, der von diskriminierender Sprache betroffen ist. Das haben wir bislang versäumt.

Damit gehen Sie auf eine Forderung Ihrer Kritiker ein. Die Grundfrage der Diskussion sollte lauten: „Weshalb ist politische Korrektheit zum Kampfbegriff geworden?“ Wie beantworten Sie diese Frage – auch im Hinblick auf die Debatte um Ihre Sendung?

Ich glaube, dass es aus der Mode gekommen ist, mit Andersgesinnten ins Gespräch zu kommen, das zeigt auch die Debatte um diese Sendung. Häufig wollen Menschen nur die Meinung hören, die sie selbst für richtig halten. So kommen wir nicht weiter. Man sollte seinen Standpunkt ja gerne vehement vertreten, aber auch anderen zuhören. Dazu wollen wir beitragen.

Ausgewogenheit ist ja schön und gut, aber der MDR hat auch schon einmal Björn Höcke als Gesprächspartner eingeladen. Der Fraktionsvorsitzende im Thüringer Landtag fiel mit seinen verfassungsfeindlichen Äußerungen auf. Wo ziehen Sie da die Grenze?

Höcke war in einer Fernsehsendung zu Gast, die eine andere Redaktion betreut. Verfassungsfeindliche Aussagen werden wir in unseren Sendungen nicht dulden. Ich sehe es aber als unsere Aufgabe als Sender an, politische Funktionsträger zu interviewen, unabhängig von ihrer Meinung.

Von Nina May/RND

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