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Fernsehen „Joyland“ – Kommt eine Serie zum King-Thriller
Nachrichten Medien Fernsehen „Joyland“ – Kommt eine Serie zum King-Thriller
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14:35 02.11.2018
Grusel-König seit 45 Jahren: Stephen Kings Gänsehautgeschichten werden über kurz oder lang auch verfilmt. Quelle: Foto: Maja Hitji/dpa
Los Angeles

Was Stephen King auch zu Papier bringt, irgendwann wird es verfilmt. Selbst eine abstruse Geschichte wie die eines beseelten Wäschemanglers fand 1995 mit Tobe Hooper einen bereitwilligen Regisseur, der daraus einen unsäglichen Film schusterte. Im Kino avancierte 2017 vor allem die Neuverfilmung von „Es“ über das Clownsmonster Pennywise zum erfolgreichsten Horrorfilm aller Zeiten.

Der Held von „Joyland“ kommt einem Mörder auf die Schliche

Aber auch das Fernsehen steht derzeit auf Kings Fantasien. Der US-Sender Freeform (zum Disney-Imperium gehörend) plant derzeit eine Serienadaption seines Romans„Joyland“ aus dem Jahr 2013. Erzählt wird darin die Geschichte eines jungen Mannes, der einem Frauenmörder auf die Schliche kommt.

Das Leben mit 21 ist kein Spaß für Devin Jones. Er ist noch Jungfrau, seine Freundin Wendy gibt ihm gerade den schleichenden Laufpass, und die Zukunft ist für den eher introvertierten jungen Mann ein unbekanntes, beängstigendes Land.

Der Autor King schubst seinen Helden als Ferienjobber in den leicht abgetakelten Vergnügungspark „Joyland“, wo er alles über das „Verkaufen von Spaß“ lernt – wo er im engen, heißen Hundekostüm kleine Besucher ergötzt, überdies seine Unschuld verliert, Freunde fürs Leben findet und jenen sich bislang in Sicherheit wähnenden Killer aufstört.

In „Joyland“ passiert der Grusel kaum merklich, nebenbei

Mit 352 Seiten ist „Joyland“ eins der schmaleren Werke des Gruselmeisters King. Wenn man in das Buch hineinliest, entsteht indes sofort ein Film im Kopf. King beschwört den Sommer des Jahres 1973 so plastisch herauf, dass man ihn zu riechen und zu schmecken und die Popsongs jener Zeit zu hören glaubt. Es geht zuvörderst ums Erwachsenwerden wie in einigen von Kings besten Erzählungen (etwa „Die Leiche“ – verfilmt als „Stand by Me“, „Carrie“, „Christine“ und „Es“), und natürlich gibt es in „Joyland“ auch ein Gespenst – den Geist einer jungen Frau, die einer Bluttat zum Opfer fiel.

Der Grusel hier ist leicht, kaum merklich, geschieht ganz nebenbei. Der Geist ist eine Randfigur. Nichtsdestoweniger richtet er einem die Nackenhärchen auf. Und der Showdown in einem sturmumtosten, nächtlichen Riesenrad, schreit den Leser förmlich an: „Mach Kino aus mir!“ Jetzt soll also Fernsehen daraus werden. Auch gut. Als Drehbuchautor soll Chris Pena fungieren, der bislang vor allem durch die köstliche Soap-Persiflage „Jane The Virgin“ bekannt wurde.

„Mr. Mercedes“ und „11.22.63 – Der Anschlag“ sind sehenswert

„Joyland“ ist nicht die erste TV-Produktion eines King-Stoffs. Die erste Verfilmung von „Es“ (1990) mit Tim Curry war ein Zweiteiler fürs Fernsehen, ebenso wurde Kings Endzeit-Epos „The Stand“ (1994) für den Bildschirm umgesetzt. Und weil King mit Stanley Kubricks Verfilmung von „The Shining“ (1980) mehr als unzufrieden war, gab der Autor 1997 ein (todlangweiliges) TV-Remake in Auftrag.

Im Zeitalter der Qualitätssserie nun gibt es einen regelrechten Run auf King-Stoffe. Verfilmt wurde zuletzt der Thriller „Mr. Mercedes“ mit Brendan Gleeson (bei Starz) über einen Psychopathen, der mit einem gestohlenen Auto in eine Menschenmenge fährt. In der Hulu-Serie „11.22.63 – Der Anschlag“ (bei Fox) versucht James Franco als Zeitreisender, das Attentat auf John F. Kennedy zu verhindern. Wann deutsche Zuschauer in die von US-Kritikern gelobte Serie über Kings Lieblingsstadt„Castle Rock“ eintauchen können, steht noch nicht fest.

Beispiele für King-Serienflops: „Under The Dome“ und „Der Nebel“

TV-Flops made by King passieren auch. Die CBS-Serie „Under The Dome“ (lief bei Pro7) über eine Stadt, die unter eine Klarsichtkuppel unbekannter Herkunft gerät, wurde von Staffel zu Staffel abstruser. Und Paramounts „Der Nebel“ (bei Netflix) über Kreaturen, die aus einem Nebelschleier heraus Bewohner eines Städtchens attackieren, kam zehn Episoden lang nicht aus dem Quark, blieb nebulös. Das Ende kam schon nach der ersten Staffel.

Von Matthias Halbig / RND

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