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Fernsehen „Höhle der Löwen“: Maschmeyer macht bisher größten Einzeldeal – und fetzt sich mit Thelen
Nachrichten Medien Fernsehen „Höhle der Löwen“: Maschmeyer macht bisher größten Einzeldeal – und fetzt sich mit Thelen
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09:23 04.10.2018
Überraschte Löwen: Während Dagmar Wöhrl, Carsten Maschmeyer und Georg Kofler (v.l.) sich noch beraten, machen Ralf Dümmel und Frank Thelen den Deal mit den „Goleygo“-Gründern.. Quelle: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer
Köln

Eine Million Euro von einem „Löwen“ allein investiert? Das gab es in der Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“, in der Start-Ups um Gelder von den Unternehmern Ralf Dümmel, Judith Williams, Georg Kofler, Dagmar Wöhrl, Frank Thelen und Carsten Maschmeyer kämpfen, bisher noch nicht. In der fünften Folge des Vox-Formats schlägt am Dienstagabend Maschmeyer bei den Gründern der „Finanzguru“-App zu – und stellt die Rekordinvestition. Doch dann schließen Thelen und Dümmel plötzlich hinter dem Rücken der anderen „Löwen“ einen Deal mit den „Goleygo“-Gründern ab – und ziehen den geballten Ärger von Maschmeyer auf sich.

„Goleygo“ aus Köln

Anleinen. Ableinen. Anleinen. Jérôme Glozbach de Cabarrus und Tim Ley wollen mit „Goleygo“ Hundebesitzern das Gassi-Gehen erleichtern. Umständliche Karabinerhaken-Fummelei soll mit dem neuen Verschlusssystem aus Kugelstift und Magnet passé sein.

Um „Goleygo“ auf dem deutschen Markt zu positionieren, benötigen die Gründer Unterstützung. 500.000 Euro für etwa 25 Prozent der Firmenanteile lautet das Angebot an die „Löwen”. Thelen und Dümmel tun sich zusammen. Wöhrl geht zu Maschmeyer und Kofler. „Die machen zu Dritt“, flüstert Dümmel. Es wird taktiert. 500.000 Euro für 35 Prozent bieten Dümmel und Thelen an. Das „Löwen“-Trio steht auf und zieht sich zurück. Fehler. „Wir können natürlich jetzt den Deal machen, bevor die fertig sind“, sagt Dümmel lachend, während sich Wöhrl, Maschmeyer und Kofler noch beraten. Gründer Glozbach de Cabarrus überlegt nicht lang und schlägt zu. Was als Scherz gemeint ist, ist plötzlich ein Deal. Thelen springt auf und besiegelt den Deal mit Handschlag. Verwirrung bei den anderen „Löwen“. „Schon ein Deal?“, sagt Wöhrl. Dümmel: „Wir sind fertig, wir haben den Deal. Ihr könnt euch setzen.“

Da bricht es aus Maschmeyer heraus: „Wir können uns hier richtig fetzen. Das war Scheiße!“, Die Mienen sind angespannt. Thelen entschuldigt sich, aber Maschmeyer ist „echt sauer“, sagt: „Das macht man nicht.“

Die Freude über den anfangs abgeschlossenen Rekord-Deal mit den „Finanzguru“-Gründern scheint dahin. Maschmeyer investiert gleich zu Beginn der Sendung in das Start-Up der Michel-Zwillinge die bisher höchste Einzelsumme in der Geschichte der „Höhle der Löwen“:

„Finanzguru“ aus Frankfurt

Die erste Überweisung per Fingerabdruck 2014 geht auf ihr Konto. Jetzt wollen die Gründer Alexander und Benjamin Michel, die sechs Jahre in der Bankenindustrie gearbeitet und Mobile-Apps aufgebaut haben, mit „Finanzguru“ groß rauskommen.

Die laut Gründer kostenlose App, die mit dem Bankkonto des Nutzers verknüpft ist, erstellt nicht nur eine Übersicht über alle regelmäßigen Verträge beziehungsweise Lastschriftverfahren, sondern soll auch gleichzeitig mögliche Einsparpotenziale errechnen, so die Zwillinge. Geplant sind Preisvergleiche unter anderem im Bereich Stromtarife und Versicherungsprodukte. Die Deutsche Bank haben die Gründer bereits überzeugt – eine Million Euro hat sie in „Finanzguru“ investiert.

Jetzt wollen die Michels von den „Löwen“ eine weitere Million Euro für zehn Prozent der Firmenanteile. Thelen will zunächst weiter in die Technik eindringen. Doch dann kommt endlich die Datenfrage, die sich so mancher Zuschauer schon gestellt hat. Ja, sagen die Gründer. Beim von „Finanzguru“ vorgeschlagenen Stromanbieterwechsel werden Daten an Dritte weitergegeben. Mit vorheriger Zustimmung des Nutzers allerdings. Das Energieunternehmen zahlt bei erfolgreichem Vertragsabschluss des Nutzers dann eine Provision an die App-Gründer. Damit wäre dann auch das Finanzierungsmodell geklärt.

„Ihr Jungs, ihr druckt Geld“, sagt Thelen. Das Problem: „Ihr handelt mit Kundendaten.“ Die Gründer versichern: „Sicherheit und Datenschutz sind für uns extrem wichtig“. Wöhrl fühlt sich trotzdem unwohl und ist raus. Williams wäre gern Kunde, aber nicht Investor. Für Dümmel ist „der Finanzguru“ nicht „regaltauglich“. Thelen stört sich an der Kooperation mit der Deutschen Bank. Maschmeyer möchte 20 Prozent Firmenanteile. Die Gründer zieren sich. Man trifft sich bei 15 Prozent. Der höchste Einzeldeal in der Geschichte der „Höhle der Löwen“. Nie zuvor hat ein „Löwe“ allein eine so hohe Summe investiert.

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Emotionales Auf und Ab und Dreikäsehoch-Unterstützung: Das sind die anderen Deals der fünften Folge:

„Chia-Bowl“ aus Hamburg

„Deckel auf und loslöffeln“, so präsentiert Gründer Brando Valencia seine Chia-Bowls den „Löwen“. In 50 Supermarktregalen stehen die Gläser mit den aufgequollenen Samen schon. Mit Kale&Me”-Gründerin Annemarie Heyl, die bereits 2016 ihre kaltgepressten Säfte den „Löwen” präsentiert, hat Valencia jüngst ein Joint Venture, ein Gemeinschaftsunternehmen, gegründet. Jetzt wollen die beiden expandieren und brauchen dafür von den Investoren 150.000 Euro für zehn Prozent Firmenanteile.

Das Problem: das Joint Venture mit „Kale&Me“. Frank Thelen will die Chia-Bowls „groß machen“, fordert aber eine Verschiebung der Anteile. 50 Prozent halten die „Kale&Me“-Gründer derzeit. Heyl lenkt nach einem Telefonat ein. Doch dann macht Dagmar Wöhrl eine Entdeckung. Auf dem Glas steht: Die tägliche Aufnahme von 15 Gramm Chiasamen darf nicht überschritten werden. Der Richtwert in Deutschland. Im Glas sind aber 30 Gramm. Also lieber doch nicht „Deckel auf und loslöffeln“? Kein klares Produkt, moniert Thelen nun – „will es aber wirklich machen“. Das Glas also kleiner wegen des Richtwerts? Oder größer und nicht als Snack anpreisen? Mit Joghurt oder ohne? Während die Gründer hoffen und bangen, verzweifelt Thelen. Zu viele Fragen. Der „Löwe“ schlägt die Hände über dem Kopf zusammen – der einzige Investor ist raus. Kein Deal. Der Trost: Auch „Kale&Me” geht damals ohne Investoren aus der „Höhle“ – und hat heute 25 Mitarbeiter.

„Flippo Kids“ aus Köln

Kindermöbel? Gibt es wie Sand am Meer, gibt Gründer Alexander Haunhorst bei seiner Präsentation zu und bringt deshalb auch gleich seinen „Entwicklungschef“ mit. Der kleine Neffe Phillip soll die „Löwen“ von dem Möbelstück mit Stecksystem überzeugen. 50.000 Euro für zehn Prozent will der Onkel für den Vertrieb-Ausbau für „Flippo Kids“. Haunhorst führt den Hochstuhl – „ein Möbelstück von der Geburt bis zur Grundschule“ – mit seinen vier Funktionen vor. Kinderstuhl mit verstellbarer Rückenlehne, Tischplatte, Lernturm und schließlich die Sitzbank. Phillip langt derweil bei den Keksen zu und amüsiert die „Löwen“. Kann er die Investoren um den Finger wickeln? Die Präsentation läuft immerhin wie „gesteckt“. „Perfekte Choreographie“, stellt Wöhrl denn auch fest. Klein-Phillip verabschiedet sich. Genug gearbeitet. Jetzt müssen die Erwachsenen verhandeln. 299 Euro soll das Möbelstück kosten. Thelen gefällt das Design nicht, Dümmel will „größer und breiter aufgestellt sein als online und Strukturvertrieb“ – beide sind raus. Maschmeyer gibt „Hausaufgaben“, investiert aber nicht. Kofler ist überzeugt vom Gründer, aber nicht vom Produkt. Letzte Hoffnung Wöhrl? Nach einem Schwank aus ihrer Jugendzeit bietet sie genau das, was Haunhorst will. Der nimmt „die Nachhilfe“ von Wöhrl an. Deal!

„Diamant Blading“ aus der Schweiz

Die „Permanent-Queen aus Berlin“ gibt sich die Ehre in der „Höhle“. Brigitte Steinmeyer – die gebürtige Berlinerin lebt mittlerweile in der Schweiz – präsentiert den fünf Investoren „Diamant Blading”. Mithilfe eines geschliffenen Diamanten im Handstück des „Bladers“, ein Gerät mit eigentlich vielen feinen Nadeln, können „feinste Härchen pigmentiert werden“, so dass tätowierte Augenbrauen natürlicher aussehen sollen.

Die „Löwen“ sind fasziniert und nehmen das Vorführ-Model auf der Liege genau unter die Lupe, als Steinmeyer Hand anlegt. „Wenn Sie noch nicht im Koma sind – pikst das?“, fragt Dümmel das Model. Gar nicht. „Meine Kunden schlafen bei der Behandlung ein“, sagt Steinmeyer. Williams kann kein Blut sehen, schleicht zurück zum „Löwen-Sessel“. Das selbst entwickelte Equipment verkauft Steinmeyer nur an Fachpersonal und das nur nach einer Schulung. Zu kompliziert für die „Löwen“? Angebote bleiben aus. Kein Deal.

Nächsten Dienstag, am 9. September, um 20.15 Uhr geht es auf Vox weiter.

Von Amina Linke / RND

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