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Medien Diese Videos von Karussell-Unfällen kursieren im Netz
Nachrichten Medien Diese Videos von Karussell-Unfällen kursieren im Netz
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13:16 07.05.2018
Ein Freund der Gestorbenen vollzieht die Tat in den Schlussminuten des Krimis nach. Mit dem Hinterrad seines Mofas beschleunigt er das Karussell innerhalb von Sekunden auf ein rasantes Tempo. Quelle: Screenshot ARD
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Köln

Es ist das Gesprächsthema nach dem 73. Kölner Tatort, der am Sonntag eine Rekordzahl von 9,37 Millionen Zuschauern vor die Fernseher gelockt hat: Der spektakuläre Karussell-Unfall, in dessen Folge die junge Protagonistin Charlotte Ritter im Film ums Leben kommt.

Tod auf dem Spielplatz-Karussell

Zunächst gilt Ritter als entführt. Erst in den Schlussminuten des Krimis wird klar, dass sie bei einer gefährlichen Mutprobe in einem Spielplatz-Karussell verunglückt ist.

In den letzten Szenen des Filmes kann der Zuschauer minuziös nachvollziehen, wie sich der tragische Unfall zugetragen hat.

Darin zu sehen: ein Mofa mit laufendem Motor, das mit seinem Hinterrad immer mehr Schwung auf ein Karussell aufbaut – bis dessen Insasse den Halt verliert. Doch ist dieser Unfall überhaupt realistisch?

Internet-Videos, die schon beim Zuschauen wehtun

Dem reichlich vorhandenen Videomaterial im Internet nach zu urteilen: ja. Denn auf Plattformen wie Youtube wimmelt es von genau solchen Filmchen, die bereits beim Zuschauen wehtun.

Sie haben Titel wie „Rollerkarussel goes horribly wrong“ oder „Karussel - CBR 125 - Gehirnerschütterung - Schädelbruch“ und zeigen Karussells auf unterschiedlichen Spielplätzen. Der Versuchsaufbau bei den vermeintlichen Mutproben jedoch ist immer derselbe.

In hohem Bogen aus dem Karussell geschleudert

Ein Jugendlicher sitzt alleine oder mit Freunden in dem Spielgerät. Ein anderer hält den Hinterreifen eines Motorrads gegen das Rondell und drückt aufs Gas. Dadurch nimmt das Karussell immer weiter Geschwindigkeit auf.

Nicht selten dreht es sich letztlich so schnell, dass die Jugendlichen den Halt verlieren – und in hohem Bogen herausgeschleudert werden.

Vielen der Jugendlichen scheint erst zu diesem Zeitpunkt bewusst zu werden, in welche lebensgefährliche Situation sie sich und ihre Freunde gebracht haben. Denn nicht selten sind die jungen Menschen nach ihrem Sturz auf medizinische Hilfe angewiesen.

Mutprobe in Bayern endet für 20-Jährigen tödlich

Dass Mutproben wie diese sogar tödlich enden können, zeigt ein trauriger Unfall im bayrischen Oberviehbach aus dem Jahr 2012. Dort kam ein 20-Jähriger ums Leben, nachdem er aus einem Karussell geschleudert wurde.

Drei seiner Freunde hatten ihn vorher mit Klebeband in dem Spielgerät fixiert, dieses anschließend mit einem Auto verbunden und angetrieben.

Letztlich hält das Klebeband der immer stärker werdenden Fliehkraft nicht stand. Der 20-Jährige wird herausgeschleudert – und erliegt noch vor Ort seinen schweren Kopfverletzungen.

Tatort-Schicksal mit abschreckender Wirkung?

Bleibt nur zu hoffen, dass durch das fiktive Schicksal der jungen Tatort-Darstellerin in Zukunft weniger Menschen auf die Idee kommen, in der fragwürdigen Mutprobe ein Vorbild zu sehen.

Mindestens 9,37 Millionen Zuseher dürften die Konsequenzen seit Sonntagabend ja nun kennen.

Von Lennart Hecht/RND

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