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Medien Welche Bücher unterm Weihnachtsbaum liegen
Nachrichten Medien Welche Bücher unterm Weihnachtsbaum liegen
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00:15 22.12.2013
Von Martina Sulner
Nein, es sind nicht Socken, Schals, Videospiele oder Parfüm: Bücher gehören zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken. Quelle: dpa
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Nein, es sind nicht Socken, Schals, Videospiele oder Parfüm: Bücher gehören zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken. Den Buchhandel freut’s; schließlich macht er fast ein Viertel seines Jahresumsatzes in der Adventszeit. In den ersten Dezemberwochen konnten die Buchhändler ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht steigern. Besonders Belletristik und Kinder- und Jugendbücher laufen gut, und was bereits erfolgreich ist, verkauft sich jetzt erst recht prima. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand in Deutschland Jonas Jonassons Roman „Die Analphabetin, die rechnen konnte“ geschenkt bekommt, ist hoch.

Von dem zweite Buch des schwedischen Autors, der mit „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ einen Riesenerfolg landete, hat der Münchener Verlag Carl’s Books seit Erscheinen Mitte November schon 700 000 Exemplare verkauft – und druckt regelmäßig nach. „Der Hundertjährige“ gehört – obwohl er bereits vor zwei Jahren erschienen ist – auch 2013 zu den erfolgreichen Weihnachtstiteln. Ebenso wie die Romane der Britin Jojo Moyes: „Ein ganzes halbes Jahr“ über die Liebe zwischen einem Schwerstbehinderten und seiner Pflegerin und Moyes’ aktuelles Buch „Eine Handvoll Worte“ verkaufen sich stetig, sagt Anne-Claire Kaufmann vom Rowohlt-Verlag. „Sie sind aber auch klassische Weihnachtsgeschenke.“

Bei den Sachbüchern gehören Christopher Clarks Buch über den Ausbruch des Ersten Weltkriegs, „Die Schlafwandler“, und Rüdiger Safranskis „Goethe – Kunstwerk des Lebens“ zu den bestverkauften Titeln. Im Kinder- und Jugendbuchbereich steht, wie 2012, Jeff Kinney an der Spitze – nun mit dem achten Band von „Gregs Tagebuch“, „Echt übel“. Das sind auch in den hannoverschen Buchhandlungen Spitzentitel. Zu den Bestsellern bei Hugendubel gehören daneben Stephen Kings „Doctor Sleep“ und alle Bände von Alice Munro. Bei Lehmanns Media wird besonders das aktuelle Buch der Literaturnobelpreisträgerin, „Liebes Leben“, stark nachgefragt. Unter den Weihnachtsbäumen in Hannover dürften sich dazu diverse Regionaltitel finden: „Niedersachsen – Pferde, Stärken und Meer“ des früheren HAZ-Redakteurs Ekkehard Böhm gehört zu den Verkaufsschlagern bei Hugendubel. Bei Leuenhagen & Paris verkauft man besonders häufig Michael Nartens Bildband „Zeitreise durch Hannover. Stadtbilder damals und heute“.

„Der Dezember läuft prima“, sagt Dirk Eberitzsch von Leuenhagen & Paris, auch wenn wegen des Orkans „Xaver“ die traditionell verkaufsstarken Tage am 5. und 6. Dezember eine Enttäuschung für alle norddeutschen Buchhändler gewesen seien. Für viele Buchhandlungen ist ein guter Umsatz im Dezember nahezu überlebensnotwendig. In den vergangenen Jahren haben die sogenannten Sortimenter immer mehr Kunden an den Internethandel verloren. Nur noch knapp die Hälfte aller Bücher kaufen Leser beim Buchhändler, derweil legt der Internethandel weiter zu: Rund 17 Prozent ihres Lesestoffs bestellen die Deutschen bei Amazon und Co. – zunehmend auch E-Books, die besonders oft auf das Amazon-Lesegerät Kindle geladen werden.

Verständlich, dass Sigrun Richter, Leiterin der hannoverschen Hugendubel-Filialen, der Verkaufserfolg des „Tolino Shine“-Readers im Vorweihnachtsgeschäft besonders freut. Dieses Lesegerät haben die Ketten Thalia, Hugendubel, Weltbild und der Club Bertelsmann vor einigen Monaten gemeinsam auf den Markt gebracht, um den wachsenden E-Reader-Markt nicht kampflos den Marktführern Amazon und Sony zu überlassen. In den Buchhandlungen läuft das Geschäft übrigens bis auf den letzten Drücker. Der umsatzstärkste Tag, so Buchhändler Dirk Eberitzsch, sei nach wie vor der 23. Dezember.

Mehr Entführungen, wenn auch weniger Todesopfer: Der Journalistenberuf ist in einigen Ländern nach wie vor gefährlich. Besonders viele Todesfälle gab es 2013 in Syrien.

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