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Nachrichten Medien Rente mit 67
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13:10 19.12.2013
Ermittlungen im Mietweihnachtsmannmilieu: Kommissar Stubbe (Wolfgang Stumph) – hier mit Engel (Julia Dietze) – will in „Tödliche Bescherung“ einen Mord klären. Quelle: ZDF
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Wenn es am schönsten ist, soll man gehen. Ob diese Allerweltsweisheit allerdings die zahlreichen Stubbe-Fans trösten kann? Nach fast 20 Jahren verabschiedet sich der Hamburger Hauptkommissar Wilfried Stubbe in den Fernsehruhestand. Ein Abschied, der besonders bemerkenswert ist, da der väterliche Sachse, den es 1995 zufällig unter die Hanseaten verschlagen hat, zu den beliebtesten Figuren des ZDF gehört. Und gleichzeitig ist die nach ihm benannte Serie das erfolgreichste Samstagabendkrimi-Format des Senders.

So recht mag man es als Zuschauer daher auch nicht glauben, dass sich Hauptdarsteller Wolfgang Stumph tatsächlich endgültig von dieser Figur verabschiedet. Schließlich ermittelt im selben Sender Kollegin Bella Block auch nach ihrer Pensionierung dann doch weiter, während nebenan in der ARD ein gewisser Schimanski mit Mitte 70 immer noch das Raubein gibt. Und der Kölner Komödiant Willy Millowitsch war in den neunziger Jahren sogar im hohen Rentenalter als Kommissar Klefisch zu sehen. Zudem ist Stumph, der als Kabarettist der Dresdener Herkuleskeule Ende der achtziger Jahre auch im Westen durch Gastspiele bekannt geworden ist, erst junge 67 Jahre alt.

Dennoch hat das ZDF jetzt schon einmal zusammengerechnet, was 20 Jahre Stubbe in Zahlen bedeutet: 75 Stunden Krimiunterhaltung, 500 Kilometer Film, 1150 Drehtage. Allein dieser Aufwand ist Grund genug, das Finale des Dauerbrenners entsprechend zu feiern – mit drei Folgen, die innerhalb eines Monats ausgestrahlt werden. Den Auftakt macht an diesem Sonnabend die Folge „Tödliche Bescherung“, in der tatsächlich der Weihnachtsmann ermordet wird. Natürlich nicht der echte – der wird ja in den kommenden Tagen noch gebraucht –, sondern ein Angestellter einer Weihnachtsmannagentur. Daraufhin schlüpft Stubbe selbst in ein wallendes rotes Festtagskostüm und ermittelt mit Rauschebart als verdeckter Ermittler im Mietweihnachtsmannmilieu. Etwas kälter geht es am 4. Januar in der 49. Folge „Der König ist tot“ zu, in der ein skrupelloser Immobilienmakler ermordet wird und Stubbe mit Themen wie Finanzkrise, Wohnungsnot und explodierenden Immobilienpreisen konfrontiert wird. Und zum guten Schluss wird am 18. Januar in „Mordfall Maria“ eine Behindertensportlerin ziemlich fies tödlich vergiftet. Dann ist Schluss.

Was an diesem dreifachen Finale auffällt, ist neben der Schwäche der Stubbe-Drehbuchautoren für Eifersuchtsmorde besonders die Betonung des Familiären. So sind die eigentlichen Kriminalfälle eher nebensächlich und abgesehen von Folge 49 auch ziemlich banal, gleichwohl solide inszeniert. Im Mittelpunkt steht stattdessen die Stubbe-Familie: Tochter Christiane (Stephanie Stumph), die mit Ehemann und Kind aus dem Haus ihres Vaters auszieht. Seine Lebensgefährtin Marlene (Heike Trinker), die ausgerechnet in Dresden einen neuen Job antritt. Und sein Kollege Zimmermann (Lutz Mackensy), der ihm nach 20 Jahren zum Schluss das Du anbietet. Leider erfolglos. Diese Entwicklung der Familie, zu der natürlich auch Erbtante Charlotte (Margret Homeyer) gehört, haben treue Stubbe-Freunde all die Jahre verfolgt, sind mit den Darstellern und ihren Rollen gealtert. Zu guter Letzt zieht es dann Stubbe wieder in sein heimatliches Dresden. Ob tatsächlich für immer, das bleibt allerdings offen.

Von Ernst Corinth

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