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Kultur Kusturicas Comeback: „On the Milky Road“
Nachrichten Kultur Kusturicas Comeback: „On the Milky Road“
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00:00 06.09.2017
Der Milchmann und die Schönheit: Für Kosta (Emir Kusturica) ist es Liebe auf den ersten Blick, für die schlicht als Braut bezeichnete Italienerin (Monica Bellucci) ebenfalls. Ihr Glück ist gefährdet. Quelle: Foto: Weltkino
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Hannover

Die Tableaus in „On the Milky Road“ erinnern an Federico Fellini, etwas Magisches, Absurdes oder einfach nur Wunderschönes gibt es zu entdecken. Mal ist es eine außer Kontrolle geratene Turmuhr, die scheinbar Menschen beißt, mal ein eitles Huhn, das selbstverliebt mit seinem Spiegelbild kämpft. Dazu werden rauschende Feste im Balkan-Beat gefeiert. In diesen Augenblicken verwandelt sich die Szenerie tatsächlich in ein fröhliches folkloristisches Musical.

Kusturica geizt mit politischen Anspielungen

Dabei spielt das Comeback des 62-jährigen zweifachen Cannes-Gewinners Emir Kusturica vor ernstem Hintergrund: Die letzten chaotischen Tage des Jugoslawien-Kriegs haben begonnen. Doch politische Anspielungen sind in diesem opulent inszenierten Filmmärchen rar. Im Vordergrund steht eine melancholische Liebesgeschichte zwischen dem von dem serbischen Regisseur selbst gespielten Milchmann Kosta und einer geheimnisvollen Italienerin, die in ihrer fast altmodisch üppigen Weiblichkeit von Monica Bellucci verkörpert wird.

Die beiden lernen sich in den Kriegswirren kennen und verlieben sich Hals über Kopf ineinander. Doch steht ihnen ausgerechnet ein eifersüchtiger Nato-General im Wege, der die Italienerin zurückhaben möchte (darin könnte dann doch eine politische Anspielung liegen). Er schickt eine Spezialeinheit los. Den Liebenden bleibt nur eine abenteuerliche Flucht – und viel Romantik.

Von Ernst Corinth / RND

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