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Kultur „Junge Freiheit“ zieht Teilnahme an Leipziger Buchmesse zurück
Nachrichten Kultur „Junge Freiheit“ zieht Teilnahme an Leipziger Buchmesse zurück
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23:19 07.03.2018
Die Leipziger Buchmesse steht kurz bevor.  Quelle: dpa
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Leipzig

 Die rechtsgerichtete Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (JF) hat ihre Teilnahme an der Leipziger Buchmesse (15. bis 18. März) zurückgezogen. JF-Geschäftsführer Dieter Stein teilte gestern mit, durch „eine einseitige und ungünstige Standplatzierung in einem von der Messe konstruierten ,rechtsextremen Block’ von Verlagen“ sei eine Teilnahme „rufschädigend und wirtschaftlich sinnlos“. Der Stand der „Jungen Freiheit“ war in Nachbarschaft etwa von Götz Kubitscheks Verlag Antaios geplant. Buchmessedirektor Oliver Zille warf er vor, mit der „von linksradikalen Verlagen initiierten Aktion #verlagegegenrechts“ zu kooperieren.

Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse, äußerte sich dazu am Mittwoch wie folgt: „Wir möchten betonen, dass die Leipziger Buchmesse sich als Ort der Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt versteht. Wir bieten allen Verlagen eine Plattform, sich zu präsentieren – sofern diese sich auf dem Boden der Rechtsstaatlichkeit bewegen – und zwar unabhängig von deren inhaltlichen Ausrichtung.“ Dabei verhalte sich die Leipziger Buchmesse immer neutral. Zugleich stehe sie für Toleranz und Meinungsvielfalt. Die Platzierung der Verlage sei auf Grundlage der logistischen und technischen Planung sowie der Besuchersicherheit erfolgt.

Bei #verlagegegenrechts handelt es sich um ein Aktionsbündnis gegen rassistisches, antifeministisches und homofeindliches Gedankengut. Dem haben sich bislang über 65 Verlage, 160 Einzelpersonen und Initiativen angeschlossen. Lisa Mangold von #verlagegegenrechts wertet die Absage der „Jungen Freiheit“ als „vollen Erfolg“: „Uns geht es nicht um ein Verbot, sondern um Widerstand. Wir laden die Buchbranche zu einer politischen und engagierten Diskussion über rechte Verlage auf der Leipziger Buchmesse ein“, sagte sie gestern. Die Einladung rechter Verlage zur Frankfurter Buchmesse hatte im letzten Herbst für massive Proteste gesorgt.

Von Janina Fleischer

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