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Kultur Jazzlegende Hugh Masekela gestorben
Nachrichten Kultur Jazzlegende Hugh Masekela gestorben
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14:35 23.01.2018
Hugh Masekela beim Festival „Joy of Jazz“ im südafrikanischen Nelspruit. Quelle: imago
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Johannesburg

Ramapolo Hugh Masekela wurde 1939 im Township KwaGuqa geboren, 100 Kilometer von der Hauptstadt Pretoria entfernt. geboren und begann mit 14 Jahren, Trompete zu spielen. Wegen der Einschränkungen und der zunehmenden Gewalt durch den Apartheid-Staat ging er 1960 ins Ausland. Dort arbeitete er unter anderem mit Größen wie Harry Belafonte und U2 zusammen. Sein Song „Bring Him Back Home“ von 1987 war ein Aufruf, Nelson Mandela freizulassen. Später, nachdem Mandela 1990 freigelassen worden war, übernahm der die Hymne für seine Auslandsbesuche. Auch Masekelas „Soweto Blues“ von 1977 wurde zum musikalischen Aushängeschild der Anti-Apartheid-Bewegung. Nach dem Ende der Apartheid Anfang der 90er Jahre kehrte Masekela nach Südafrika zurück.

Masekelas Familie teilte mit, seine Beiträge zur Musik, Theater und Kunst blieben in der Erinnerung von Millionen Menschen auf allen Kontinenten. Präsident Jacob Zuma nannte Masekela einen „Pionier des Jazz in Südafrika“ und würdigte seine außergewöhnlichen musikalischen Werke und sein Engagement im Kampf gegen die Apartheid.

In den späten 1990er Jahren hatte Masekela mit Kokain- und Alkoholproblemen zu kämpfen. Doch er überwand die Sucht und gründete, zusammen mit anderen Künstlern, ein Rehabilitations-Programm. 2008 wurde Prostata-Krebs bei Masekela diagnostiziert. Bei der WM-Eröffnungszeremonie 2010 trat der Künstler aber noch auf. Zwei Jahre später ging er noch mal auf Tour – gemeinsam mit seinem Freund Paul Simon feierte er das 25-jährige Jubiläum des legendären Albums „Graceland“. In den letzten Jahren widmete sich Masekela der Bewahrung südafrikanischer Musiktraditionen und dem Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit.

Südafrika trauert um den Verlust eines weiteren Giganten.

Von RND/dpa/dk

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